In kleiner, aber feiner Runde


Am Wochenende fand im Rahmen der Reihe „Stewwert rockt“ eine Auftaktveranstaltung statt, die den Gästen eine Lesung mit Livemusik in Wohnzimmeratmosphäre bescherte. Raphaela Tautzt las aus in ihrem Kurzgeschichten-Buch „Vom Reichtum des Zeithabens“.

Sie brauchten nicht viel Platz, um das Publikum gut zu unterhalten: Jessica Spanke, Elin Hanna Klumb und Raphaela Tautzt (v.l.) gestalteten ein Lesung. Christiane Husmann

„Kurzweilig, leicht und lustig, aber hier und da auch ein bisschen ernst“, werden die Kurzgeschichten beschrieben, die Raphaela Tautzt in ihrem Buch „Vom Reichtum des Zeithabens“ zusammengefasst hat. Am Wochenende fand im Rahmen der Reihe „Stewwert rockt“ eine Auftaktveranstaltung statt, die den Gästen eine Lesung mit Livemusik in Wohnzimmeratmosphäre bescherte.

Elin Hanna Klumb gehört zu den Unternehmerinnen in Drensteinfurt, die etwas bewegen wollen. „Ich bin jetzt seit drei Jahren hier im Kontor“, ließ sie die Gäste bei einer kurzen Begrüßung wissen. Auch worüber sie sich oft gewundert habe: „Es wurde immer gemeckert, dass in Stewwert nichts gemacht wird.“ Da sei ihr die Idee gekommen „Stewwert rockt“ ins Leben zu rufen. Auch Jessica Heinze, ebenfalls Unternehmerin in Drensteinfurt, hatte eine Idee: „Meine Schwester hielt ihr erstes Buch in Händen – da wäre eine Lesung doch klasse.“ Es folgten weitere Ideen, die in der Summe eine erste kleine aber sehr feine Veranstaltung möglich machen sollten. In heimeliger Atmosphäre hatten es sich die Zuhörer im „Kontor“ gemütlich gemacht, um „short story meets music“ zu genießen - gedämpftes Licht und Kerzenschein inklusive.

„Mein kleiner Sohn hat die Vorlagen für die meisten Geschichten geliefert“, erläuterte Raphaela Tautzt vor Beginn ihrer Lesung. „Begebenheiten, wie sie sich täglich überall zutragen können“, hätten als Material gedient. So auch bei der Geschichte „Krumme Knie“, die die Autorin in der Folge las. „Mama stehen ihre kurzen Haare zu Berge“, beginnt die Geschichte, bei der es eigentlich nur um einen Einkauf geht, der aber ganz andere Werte vermittelt, als es Klamotten jemals könnten. Der Applaus der Zuhörer dürfte Raphaela Tautzt nach der Lesung ihrer Geschichte ermutigt haben, auch in Zukunft Geschichten zu schreiben. „Ich bin glücklich. Ich freue mich wie eine Schneekönigin“, fasste die Buchautorin ihre Gefühlswelt später zusammen.

Für weitere Gänsehausmomente sorgte Jessica Spanke mit ihrem Gesang. Auch im Duett mit Elin Hanna Klub, die eingeladen hatte: „Einfach mal was für die Seele tun.“ Das taten die Gäste an diesem Abend und befanden, dass es solche Veranstaltungen doch öfter geben solle. „Wenn ihr Ideen habt, haut’s einfach raus“, rief Klumb auf. „Es ist doch schön zu sehen, wie uns die Kultur nach wie vor bewegt“, meinte sie und stellte in Aussicht: „Wir wollen das wiederholen.“ Einen festen Termin gäbe es noch nicht. „Wir peilen Ende Oktober, Anfang November an“, so die Unternehmerin, die in ihrem „Kontor“ dann wieder eine kleine Bühne bieten will.

Gegen Ende der Veranstaltung freute sich Raphaela Tautzt Bücher signieren zu können. „Das ist schon ein tolles Gefühl“, so die Autorin, die wissen ließ: „Das Buch kann man übrigens im Buchhandel oder über den R.G. Fischer-Verlag erwerben.“

von Von Christiane Husmann

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