Rhythmische Reise voller schöner Töne


80 Besucher nahm das „Matt-Walsh-Acoustic-Quartett“ nach der Corona-Pause in der Alten Post im Rahmen der beliebten Folk-Live-Konzertreihe mit auf eine Reise voller entspannter und bluesgefärbter latin-jazziger Songs, die im Handumdrehen die Herzen des Publikums eroberten.

Jürgen Knautz, Markus Paßlick, Matt Walsh und Matthias Fleige (v.l.) unterhielten die etwa 80 Zuhörerinnen und Zuhörer bestens. Simon Beckmann

Hektischer Alltag? Stress? Oder nasskaltes Wetter? Das alles war am Freitagabend für rund zwei Stunden schnell vergessen. Schließlich nahm das „Matt- Walsh-Acoustic-Quartett“ die rund 80 Besucher in der Alten Post im Rahmen der beliebten Folk-Live-Konzertreihe mit auf eine Reise voller entspannter und bluesgefärbter latin-jazziger Songs, die im Handumdrehen die Herzen des Publikums eroberten. Wenig verwunderlich, dass bereits ab dem ersten gespielten Ton das rhythmische Wippen in den Reihen der Zuschauer nicht mehr aufhören wollte.

Vor allem der gefühlvolle Sound der Mundharmonika und des Saxofons – auf beiden Instrumenten bewies der irische Sänger Matt Walsh seine musikalische Klasse – hatte das Stewwerter Publikum schnell in seinen Bann gezogen. Aber auch seine drei Begleiter Jürgen Knautz (Bass), Markus Paßlick (Percussion) und Matthias Fleige (Gitarre) standen dem gebürtigen Dubliner in ihren Fähigkeiten in nichts nach. Hinzu kam die warmherzige, ruhige und humorvolle Art der vierköpfigen Gruppe, die die Zuhörerschaft neben ihrem feinen Blues mit unterhaltenden Geschichten und blumig erzählten Anekdoten verzauberte.

„Endlich kann die Folk-Live-Reihe nach eineinhalb Jahren Corona-Pause weitergehen – und das gleich mit einem vollen Haus“, freute sich Kulturamtsleiter Gregor Stiefel über das restlos ausverkaufte Konzert, das zuvor bereits zwei Mal verschoben werden musste. „Sie erwartet heute fantastischer Blues von einem tollen Sänger und einem noch besseren Mundharmonika- und Saxofonspieler mit einer herausragenden Band“, kündigte er das Quartett an – und hatte dem Publikum natürlich nicht zu viel versprochen.

Denn schon während des erstens Liedes durften sich die Zuhörerinnen und Zuhörer davon überzeugen, dass Matt Walsh den Blues nicht nur singt, sondern aus tiefster Seele lebt.

Richtig besonders wurde das Konzert durch die hochklassigen Begleiter von Matt Walsh, die in jedem Lied in Solis ihre musikalischen Fertigkeiten unter Beweis stellten. Da waren etwa der erdige Groove von Bassist Jürgen Knautz oder die verträumten und vertrackten Melodien von Gitarrist Matthias Fleige. Oder aber die virtuosen und wirbelnden Rhythmen von Markus Paßlick auf den Congas, Bongos, einem Hang oder einer Kistentrommel. Kurz: Das einmalige und harmonische Zusammenspiel der vier Künstler muss man erlebt haben. So wie das Stewwerter Publikum, das nach zwei Stunden voller „Blues der feinsten Art“ mit gewärmten Herzen in die Dunkelheit entlassen wurde.

Bereits am 12. November wird die Folk-Live-Reihe fortgesetzt. Zu Gast sind in Drensteinfurt Steve Crawford und Sabrina Palm. 

von Von Simon Beckmann

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