Was wollen die Jugendlichen?


Die Corona-Pandemie hat auch die städtische Jugendarbeit zeitweise zum Erliegen gebracht. Wie es nun weitergehen soll, will Jugendpfleger Rüdiger Pieck mit seinem Team von der Zielgruppe selbst erfahren.

Angebote wie „Halli-Galli“ oder das „Café Kidz“ waren über viele Jahre hinweg ein Renner. Aber sind sie auch nach der Corona-Pause noch gefragt? Das wollen Rüdiger Pieck und sein Team gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen herausfinden.

Auch wenn sich das gesellschaftliche Leben langsam wieder normalisiert: In einigen Bereiche wird die Corona-Pandemie wohl noch länger spürbare Folgen hinterlassen. Und das möglicherweise auch in der örtlichen Kinder- und Jugendarbeit. „Halli-Galli“, „Minilon“, „Café Kidz“, „Wintercamp“ und zahlreiche weitere Jugendfreizeiten: Über viele hinweg Jahre bewährte Angebote – aber sind sie nach zweijähriger Zwangspause überhaupt noch gefragt? Oder will die junge Generation mittlerweile etwas vollkommen Anderes und Neues? Das wollen Rüdiger Pieck und sein Team nun gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen in der Stadt herausfinden und diskutieren.

„Wir haben eine Weile überlegt, wie wir eine Befragung gestalten wollen. Wir haben uns gegen einen Fragebogen oder eine Online-Umfrage entschieden, weil wir hier schon Antworten hätten vorgeben müssen und damit vielleicht bereits zu sehr Einfluss auf die Antworten genommen hätten“, schildert Pieck. „Auch eine Befragung in den Schulen haben wir verworfen, denn in erster Linie möchten wir ja die Kinder und Jugendlichen erreichen, die Lust auf unsere Angebote haben. Eine Konferenz wäre zwar sehr öffentlichkeitswirksamgewesen, aber uns war es wichtig, dass auch die ruhigen oder weniger mutigen Kinder zu Wort kommen.“

So ist letztendlich die Idee zu dem einwöchigen Kinder- und Jugendtalk geboren worden. An fünf Tagen in Drensteinfurt und an jeweils einem Tag in Rinkerode und Walstedde wollen die Organisatoren der städtischen Kinder- und Jugendarbeit mit Kindern und Jugendlichen persönlich ins Gespräch kommen. „Alle Wünsche und Ideen, aber auch alle Kritik werden wir ernstnehmen, aufschreiben und anschließend in Ruhe auswerten. Gemeinsam mit dem Jugendwerk DRiWa und dem Ortsjugendring Walstedde, aber auch mit allen Vereinen wollen wir versuchen, das Umsetzbare umzusetzen. Und das so bald wie möglich“, schildert Pieck.

In Drensteinfurt sind alle Kinder und Jugendlichen zwischen sieben und 17 Jahren in der Woche vom 20. bis zum 24. September jeweils von 16 bis 20 Uhr im Kulturbahnhof willkommen. An allen Tagen serviert das Team den Gästen Waffeln, Pizza und Getränke. Anmeldungen dazu sind explizit nicht erforderlich.

In Rinkerode gilt das gleiche Angebot am Donnerstag, 23. September, von 16 bis 20 Uhr im Jugendtreff und in Walstedde am Mittwoch, 22. September, von 16 bis 20 Uhr im Jugendraum.

von Von Dietmar Jeschkeund

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