Abschiedsräume in Herbstferien gestalten



Wadersloh (gl). Eine besondere Atmosphäre für besondere Räume schaffen – das haben sich Schüler  des Johanneums vorgenommen. Vor gut einem Jahr stellten sie ein Konzept für die Umgestaltung der Abschiedsräume in der Friedhofshalle vor. Jetzt steht das Projekt vor der Umsetzung.

Werner Schlegel und Thomas Engstler, Lehrer am Gymnasium Johanneum, stellten vor dem Ausschuss für Schule, Kultur und Sport die Pläne für die Umgestaltung der Abschiedsräume in der Friedhofshalle vor.

 Kunstlehrer Werner Schleger und Thomas Engstler, Lehrer für Religion, präsentierten am Mittwochabend im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport drei Entwürfe, die aus den ursprünglich sechs Entwürfen entwickelt wurden.

Ziel dabei ist es, die Räume so zu gestalten, dass sie dazu einladen, länger bei dem Verstorbenen zu verweilen und in RuheAbschied zu nehmen. Um eine würdevolle und angemesse Raumgestaltung zu entwerfen, haben sich die Schüler intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. „Die Schüler sind hochmotiviert und sehen das als Chance, einmal in der Gemeinde etwas zu bewegen“, berichtete Thomas Engstler. In den Herbstferien soll mit der Arbeit begonnen werden.

Für jeden der drei Abschiedsräume gibt es ein eigenes Konzept. Die Angehörigen sollen sich ihren Wunschraum selbst aussuchen können. Indirektes Licht kommt in den Räumen eins und zwei zum Tragen. Hier möchten die Schüler an den Fenstern Farbfolien anbringen, die von ihrer Symbolik her dem Anlass entsprechen. Stühle und Tische sollen die Möglichkeit bieten, einen Abschiedsbrief für die Verstorbenen zu schreiben.

Mit passender Literatur und CDs – von Pfarrer Ralph Forthaus zur Verfügung gestellt – soll es möglich sein, eine individuelle Atmosphäre für den Abschied zu schaffen. Raum eins soll ein Wandgemälde in Form eines Lebensbaumes zieren, für Raum zwei sind mediterrane Farben vorgesehen. Im dritten Raum soll um das Fenster herum ein reliefartiges Kreuz gestaltet werden, der Farbverlauf an den Wänden wird von unten nach oben heller. Von der Tischerlei Dohr werden neue Katafalke gefertigt, für die Malerarbeiten zeichnet die Firma Konert verantwortlich.

 „Es ist toll, dass wir das Projekt mit der Gemeinde machen können. Die Schüler wohnen hier und bekommen so einen ganz anderen Bezug zur Gemeinde. Diese Projektarbeit werden sie in ihrem Leben bestimmt nicht vergessen“, betonte Werner Schleger und lobte die Gemeinde für eine „mutige Entscheidung“.

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