Bildungsurlaub hilft in Kivumu (Ruanda)



Wadersloh/Beckum/Kivumu (gl). Nachdem durch einen Bericht in der „Glocke“ im vergangenen Jahr Handwerker für das Father-Vjeko-Berufsschulzentrum in Kivumu (Ruanda) gesucht worden waren, meldeten sich Monika König aus Beckum und Bernhard Liesemann aus Wadersloh als Helfer.

Bernhard Liesemann aus Wadersloh stand den Berufsschülern bei der praktischen Arbeit mit Rat und Tat zur Seite. Gemeinsam mit Monika König aus Beckum war er fünf Wochen in Kivumu (Ruanda) und gab im Father-Vjeko-Berufsschulzentrum sein Wissen weiter.

Nachdem sie mit ihren Arbeitgebern der Jahresurlaub abgestimmt hatten, flogen die beiden in diesem Sommer für fünf Wochen nach Ruanda. Ihr Aufenthalt wurde von der „Eine Welt Initiative Wadersloh“ gesponsert.

Es sei bestimmt nicht der letzte dieser Art gewesen, denn den Menschen sei durch das Vermitteln von Fachwissen und praktischen Kenntnissen am meisten geholfen, betont Projektleiter Wolf-Rüdiger Essmann aus Wadersloh.

Schon Gerd Hoecker aus Gütersloh und Peter Humpe aus Stromberg haben in Kivumu Grundlagen in den Bereichen Elektrotechnik und Schlosserei vermittelt. Nun halfen Monika König und Bernd Liesemann beim Vermitteln von mathematischen Grundkenntnissen bei den Lehrern sowie beim Aufbau eines neuen Ausbildungsgangs für Schlosser tatkräftig mit.

Da das Projekt von der Franziskaner-Mission-Dortmund finanziell getragen wird, konnten eine neue Tischbohrmaschine und Schraubstöcke angeschafft werden. Des Weiteren wurden zwei Schweißtische und ein Gestell für die Bohrmaschine zusammen mit den Ausbildern und Schülern des Father-Vjeko-Berufschulzentrums entworfen und gebaut. Somit muss nicht mehr auf dem Boden oder auf den völlig überalterten Werkbänken geschweißt werden. Abschließend wurde als Projekt für die Schüler eine Handsäge gezeichnet und gebaut. Somit kann dieses Werkzeug selbst gebaut werden.

Die Ausbilder der Berufschulzentrums sind sich einig: „Wir wünschen uns noch viele Menschen die ihre Fachkenntnisse mit uns teilen und hier helfen wollen“. „Innerhalb kürzester Zeit wurde sowohl im Mathematischen als auch beim Aufbau der Schlosserei viel erreicht. Jedoch ist es noch ein langer Weg, bis wir hier von einer Ausbildung wie in Europa sprechen können“, weiß Schuldirektor Pater Ivica Peric.

Mehr zum Aufenthalt gibt es unter www.vjeko-rwanda.info. Projektinformationen können per E-Mail an essmann.cwr@t-online.de erfragt werden.

Für Monika König und Bernd Liesemann steht fest, dass sie noch einmal nach Kivuma reisen werden. „Durch die Betreuung der Franziskaner hat es uns an nichts gefehlt. Wir danken für den guten Aufenthalt und die vorzügliche Verpflegung“, zieht Monika König ein positives Fazit.

 

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