Biologie-Unterricht am Biesterbach



Wadersloh (gl). In der mit Wasser gefüllten Petrischale schwimmt ein Flussflohkrebs. Mit der Stereolupe vergrößert Dietmar Schruck das winzige Tierchen um das 100-fache und zeigt das Bild auf einer Leinwand – Biologie-Unterricht der anderen Art im Umweltbus „Lumbricus“.

Forschen und Entdecken mit dem Umweltbus „Lumbricus“ stand am Dienstagmorgen auf dem Stundenplan des Biologie-Kurses der Geschwister-Scholl-Realschule.

 Der hatte am Dienstagmorgen an der Westkampstraße in Liesborn geparkt und stand dem Biologie-Kursus der siebten Klassen der Wadersloher Realschule zur Verfügung.

Mit Lehrerin Sandra Weinekötter untersuchten die 18 Schüler das Wasser sowie die Tier- und Pflanzenwelt im Biesterbach. Umweltpädagoge Dietmar Schruck vom Umweltbus „Lumbricus“ begleitete die Schüler bei ihrer naturwissenschaftlichen Entdeckungsreise und stand für fachkundige Erklärungen bereit.

Mit Gummistiefeln und Regenjacken ausgerüstet ging es bei Nieselregen und kühlen Temperaturen ans Werk. Kescher und andere Utensilien hat der Umweltbus an Bord, Fachliteratur, Plakate, Stereolupen und alles Notwendige für chemische Untersuchungen ergänzen das pädagogische Angebot. Der Umweltbus fährt im Auftrag der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen von Schule zu Schule.

„Das Schöne ist, dass die Schüler direkt am Ort des Geschehens, in ihrem direkten Lebensumfeld, etwas lernen können“, betonte Schruck.

So wissen die Realschüler über den Biesterbach jetzt bestens Bescheid. In Teams widmeten sie sich unterschiedlichen Aspekten, erstellten ein Gewässerprofil, untersuchten die Leitfähigkeit des Wassers, den ph-Wert und nahmen vor allem die kleinen Wassertiere genau unter die Lupe.

Im Bus wurden anschließend alle Ergebnisse vorgestellt und das Ganze in einem Film festgehalten. In punkto Gewässerqualität erhielt der Biesterbach die Note zwei bis zwei minus. Ein für dieser Jahreszeit hoher Nitratwert sei aufgefallen, fasste Dietmar Schruck zusammen. Wünschenswert sei, dass der Fluss sich noch weiter ausdehnt. Insgesamt sei das Gewässer aber auf einem guten Weg.

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