Blex hat kein Verständnis für Fraktionsausschluss


Als politisches Opfer sieht sich der Wadersloher AfD-Politiker Dr. Christian Blex. Er will seiner Partei aber treu bleiben. 

Will als fraktionsloser Abgeordneter im Landtag weitermachen: Dr. Christian Blex von der AfD.

Düsseldorf/Wadersloh (dpa) - Nach seinem Rauswurf aus der nordrhein-westfälischen AfD-Fraktion hat der Abgeordnete Christian Blex die Vorwürfe gegen ihn als „einigermaßen konstruiert“ bezeichnet. Für die Entscheidung habe er kein Verständnis.

Reise wird ihm zum Verhängnis

Als fraktionsloser Abgeordneter werde er nun „Themen aufzugreifen, die bislang aus möglicherweise falsch verstandener Rücksichtnahme eher vernachlässigt wurden“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Blex war am Dienstag wegen einer scharf kritisierten Russland-Reise aus der AfD-Fraktion im Landtag ausgeschlossen worden. Auf den ursprünglich geplanten Besuch des von Russland besetzten Donbass im Osten der Ukraine hatten Blex und weitere AfD-Politiker in seiner Reisegruppe verzichtet.

Blex sieht sich als politisches Opfer: Er habe „bestimmte Kreise“ gestört und es sei „nur nach einem Anlass“ gesucht worden, um ihn aus der Fraktion zu werfen. Die Partei wolle er nicht verlassen, so Blex: „Ich werde meine gesamte Kraft und Expertise natürlich weiterhin in den Dienst der AfD stellen, schließlich wurde ich auf einen hervorragenden Listenplatz gewählt.“

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