Den Auftakt des Schützenfestes in Wadersloh gefeiert


Den Auftakt des Schützenfests hat der Schützenverein St. Margarethen in Wadersloh gefeiert. Alles stand im Zeichen des Friedens.

Der Schützenverein St. Margarethen hat am Wochenende  sein Schützenfest gefeiert. Das Foto zeigt (v. l.) Oberst Rudi Vienenkötter, das Kinderkönigspaar Janosch Nowak und Leni Brunsing sowie der noch amtierende Schützenkönig Reinhard Ottensmann und seine Königin und Ehefrau Ingrid Ottensmann. Foto: C. Schulte

Wadersloh (casc) - Der Schützenverein St. Margarethen hat am Wochenende nach zwei Jahren Pause wieder sein Schützenfest gefeiert. Alles stand im Zeichen des Friedens und der Solidarität mit der Ukraine. 

Der Samstag begann mit der Kinderbelustigung, aus der auch ein Kinderschützenkönigspaar samt Hofstaat ermittelt wurde. In diesem Jahr warfen Janosch Nowak und Leni Brunsing den Vogel ab und wurden Schützenkönig und Schützenkönigin. Begleitet wurden sie von den jeweils zweit- und drittplatzierten Jungen und Mädchen aus dem Wettbewerb: Leonie Niehüser und Luis Laukötter sowie Dana Schulte und Steven Sliwinski. 

Fest beginnt mit Zapfenstreich

Das offizielle Fest wurde am Abend mit dem großen Zapfenstreich begonnen. Beim Fest am Abend war auch der Musikverein Obing zugegen, der als befreundeter Verein seit vielen Jahren eine Abordnung zum Wadersloher Schützenfest schickt, um dort zünftige Musik zu machen. Am Sonntagnachmittag trafen die Wadersloher wieder auf dem Kirchplatz zusammen, um sich den großen Umzug zum Ehrendenkmal anzusehen. König Reinhard „Otti“ Ottensmann und seine Frau Ingrid durften mit ihrem Hofstaat ihr Fest feiern, auf das sie zwei Jahre gewartet hatten. „Der älteste König aller Zeiten sieht gar nicht so alt aus“, leitete Oberst Rudi Vienenkötter die Zeremonie ein. 

Sehr gut besuchter Umzug

Bei strahlendem Sonnenschein erfreute sich die ganze Gemeinde an dem sehr gut besuchten Umzug und vor allem an der größten Jubilarkompanie aller Zeiten. Traditionell wurden alle Männer, die im vergangenen Jahr 50 Jahre alt geworden waren, eingeladen, egal ob Vereinsmitglied oder nicht, in einer eigenen Kompanie mit anzutreten. Mehr als 80 Männer traten an, die seit 2020 ihren 50. Geburtstag gefeiert hatten. Es hatte etwas von einem großen Klassentreffen. 

Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt

Am Ehrendenkmal im Park wurde Oberst Vienenkötter sichtlich emotional, als er seine Rede begann. Die Kranzniederlegung zum Gedenken an Opfer von Krieg und Gewalt solle eine eindeutige Mahnung an alle sein. „Für die Enkel der Nachkriegsgeneration ist es ein Drama, wenn Toilettenpapier ausgeht, das Amazonpaket drei Tage unterwegs ist oder ein Post nur 15 Likes erhält“, betonte der Oberst. Doch nun, wo die Kriegsgeneration die Bühne der Welt langsam verließe, sei die Mahnung, offen und gerecht miteinander umzugehen, umso wichtiger. Den Vereinswerten Glaube, Hoffnung und Sitte verleihe der Ukrainekrieg ein neues Bewusstsein. 

Schützenfest ist ein friedliches Fest

„Das Schützenfest ist ein friedliches Fest, an dem wir uns an der Vogelstange, im Zelt und in der Kirche auf Augenhöhe begegnen“, fuhr Vienenkötter fort. „Wir respektieren uns unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Alter.“ Erst wenn dies nach außen in den Alltag getragen würde, habe es Sinn, am Ehrendenkmal zu stehen. „Die Vision einer friedlichen Welt darf nicht verloren gehen.“ Beim Vogelschießen der Jungschützen setzte sich Lars Vienenkötter, der Sohn des Obersts, durch – und ist neuer Jungschützenkönig.

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