DRK Wadersloh leistet 1542 Stunden in Hochwasser-Region


1542 Stunden haben Mitglieder des DRK Wadersloh ehrenamtlich in Hochwasser-Region geleistet. Diese Bilanz haben die Helfer jetzt gezogen.

Die Wadersloher DRK-Helfer Helfer (v. l.) Benjamin Deerberg, Sebastian Weißenfels (Bereitschaft Liesborn) und Tizian Schlieper (Bereitschaft Wadersloh) waren vor Kurzem im Hochwassergebiet.

Wadersloh (gl) - Bei Martin Goß vom DRK in Wadersloh haben die überschwemmten Ortschaften im Ahrtal einen bleibenden Eindruck hinterlassen: „Ich war den ganzen Tag im stark getroffenen Ahrtal unterwegs, um Notstromaggregate und Lichtmasten zu warten und Störungen zu beheben, und umzusetzen.“ Das „Team Energie“ sei Tag und Nacht im Einsatz gewesen. „Es sind noch immer nicht alle Haushalte an die Infrastruktur angeschlossen. Einfach erstaunlich, was Wasser alles anrichten kann“, berichtete der DRK-Helfer. „Es war eine sehr interessante, abwechslungsreiche, und trotz vieler Arbeit tolle Zeit! Wir waren alle froh, dass wir vor Ort helfen konnten.“ 

Mehrere Helfer im Einsatz

So wie Goß waren mehrere Helfer der Flächengemeinde im Einsatz. Die Verantwortlichen haben laut Mitteilung 1542 Ehrenamtsstunden in der Hochwasser-Region geleistet. Die schreckliche Flutkatastrophe im Sommer hat weitreichende Schäden in NRW und Rheinland-Pfalz verursacht. Das Hochwasser hat viele Existenzen zerstört und auch Monate nach der Katastrophe ist an einen normalen Alltag in den betroffenen Regionen nicht zu denken.

Ungebrochen groß ist aber auch die Solidarität der Menschen. Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland unterstützen den Wiederaufbau. Während einige Ansprechpartner der Bevölkerung sind und mit der Auslieferung der Hilfsgüter beschäftigt waren, engagieren sich Helfer im „Team Energie“ und halfen dabei, die völlig zerstörte Infrastruktur wieder herzustellen. Eben auch das DRK Wadersloh packte mit an, um vor Ort zu helfen. 

Tätigkeiten rund um Ahrweiler und Koblenz

Von den Bereitschaften des DRK Wadersloh waren Sebastian Weißenfels, Benjamin Deerberg, Tizian Schlieper, Martin Goß sowie Sandra Tümmers und Frank Nagel im Einsatz. Sebastian Weißenfels (Bereitschaft Liesborn) unterstützte bei mehreren Einsätzen die Verpflegungsstelle auf dem Werksgelände der Firma Haribo. Mehrere Einsätze rund um Ahrweiler und Koblenz absolvierten Sandra Tümmers und Frank Nagel (Bereitschaft Wadersloh). Sie waren unter anderem am Verpflegungsplatz 10.000 in der Verteilung des Essens auf die Ausgabestellen und der Ausgabe selbst eingesetzt und fuhren Versorgungseinsätze.

„Wir hatten vor Ort zugewiesene Touren. Jedes Team hat sich morgens einen Plan und Schlüssel geholt. Bei den Versorgungseinsätzen wurden dann mehrere Stellen abgefahren, und dort nach den benötigen Versorgungsgütern gefragt. Wenn wir das Passende geladen hatten, wurden die Sachen direkt herausgegeben. Hauptsächlich Getränke, Putzmittel, Waschmittel, Desinfektionsmittel, Hygieneartikel und vieles mehr. An den Standorten sind wir auch ins Gespräch mit den Betroffenen und Helfern gekommen“, berichtete Sandra Tümmers.

Hilfe ist eine Selbstverständlichkeit

Nach dem Ende der Tour ging es zurück nach Koblenz, um die Fahrzeuge neu zu beladen. Dort musste das Schuhwerk gereinigt werden, da es kontaminiert worden sei. Für das DRK Wadersloh mit seinen Bereitschaften war die Hilfe im Katastrophengebiet eine Selbstverständlichkeit. Die Rotkreuzleiter Ulrich Krumtünger und Sonja Westkemper freuen sich, dass auch die heimischen DRK’ler einen Beitrag dazu leisten konnten, die Not der Menschen im Überschwemmungsgebiet zu lindern: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Helferinnen und Helfer aus Wadersloh den Betroffenen der Flutkatastrophe helfen konnten. Wir hoffen, dass wir weitere Mitstreiter finden, die sich im DRK vor Ort engagieren möchten. Die Situation im Ahrtal zeigt, wie essenziell wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen im Deutschen Roten Kreuz ist.“

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