Gelungene Premiere für Theatergruppe



Liesborn (gl) - Es war wohl eine lange Zeit der Abstinenz sowohl für die Freunde der westfälischen Mundart als auch jener, die gern volkstümliche Theateraufführungen besuchen. Nach zweijähriger Pause öffnete sich am Sonntag  wieder der Bühnenvorhang im Liesborner Klosterhof.

Schon am geteilten Frühstückstisch geht der Streit los: Tine (Anneliese Mertens, l.) hat ihren Standpunkt und Mine (Angelika Gauseweg, r.) das Nachsehen. Dafür verstehen sich ihre Kinder Anne (Sandra Gauseweg) und Lorenz (Werner Tyrell) um so besser.

Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Liesborn gab die Komödie „Mine Tante – Dine Tante“ von Erhard Asmus. Sowohl in der Nachmittags- als auch in der Abendvorstellung des Premierentags trafen die zahlreichen, erwartungsfrohen Zuschauer auf ein von der Leiterin der Gruppe, Monika Kampmann und Regisseur Bernhard Löppenberg gut vorbereitetes und spielfreudiges Team von Laiendarstellern, die das Zusehen und -hören zum reinen Vergnügen machten.

Zum Inhalt: Zwei verwitwete Schwestern haben den Hof ihres Bruders geerbt und müssen ihn nun je zur Hälfte bewirtschaften. Während Mine (gespielt von Angelika Gauseweg) und ihr Sohn Lorenz (Werner Tyrell) damit Erfahrung haben, vertritt die vornehme Tine (Anneliese Mertens) hauptsächlich einen Standpunkt und kommandiert das Personal. Dazu erhofft sie sich die Zuneigung des windigen Handelsvertreters Grassmeier (Toni Sasse-Pinkerneil), der es aber nur auf ihr Geld abgesehen hat. Ihre Tochter Anne (Sandra Gauseweg) hingegen ist bemüht, die Landwirtschaft zu erlernen. Großknecht Jans (Alois Löppenberg) wäre wohl gern ihr Lehrmeister, doch Großmagd Fieke (Monika Kampmann) hat etwas dagegen und rückt Jans den Kopf immer wieder zurecht. Und mitten dazwischen steht Jungmagd Rieke (Angela Suermann), die sich behaupten muss.

Alles in allem ein Spiel mit viel Humor, plattdeutschen Redewendungen und natürlich einem guten Ende. Neben reichlich Szenenapplaus gab es zum Schluss lang anhaltenden Beifall für die Darsteller, aber auch für die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund: Monika Haasmann (Souffleuse), Angelika Drees (Maske), sowie für Heiner Kampmann, Jürgen Drees, Antonius Gödde, Bernhard Struwe, Kersten Drügemöller, Rainer Müller und Rudolf Winkelhorst (Technik und Bühnenbau).

Weitere Aufführungen finden am 20. und 27. November sowie am 4. Dezember jeweils um 19 Uhr im Klosterhof statt. Karten gibt es an der Abendkasse oder bei der Volksbank Liesborn

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