Hüttengaudi mit der KFD Liesborn



Liesborn (mae) - Das närrische Zepter hat am Mittwoch die KFD Liesborn im Klosterhof geschwungen, am Freitagabend gab es eine letzte Aufführung für die gesamte Gemeinde.

Dass Westfälinnen bayrische Trachten wunderbar stehen, hat die Spielschar der KFD Liesborn in den vergangenen Tagen bewiesen. Ihr aktuelles närrisches Programm mit dem Titel „Auf der Alm, da gibt´s koa Sünd“ kam bei drei Aufführungen bestens an.

Im Saal, der als „Almhütte“ mit Ausblick auf die Bergwelt umfunktioniert worden war, boten Spielschar und Tanzgruppe so allerhand Gaudi. Die Stimmung erreichte den Siedepunkt. Da hatten beispielsweise zwei alte Freundinnen schon ihre liebe Mühe, jeweils einen Barhocker zu erklimmen, um dann gesanglich einige Lebensweisheiten zu verbreiten.

Erlebnisse vom Krammarkt wurden ebenso närrisch beleuchtet wie die Geschichten vom zweibeinigen Rennpferd, vom Ehepaar, das nach einer Fischvergiftung auf dem Weg in den Himmel ist, oder von der wahrheitsliebenden Ehefrau auf dem Beifahrersitz während einer Polizeikontrolle. Zwischendurch lockerten nicht nur die Tänzerinnen unter der Leitung von Andrea Berlinghoff mit dem Gardetanz, einer (Schwarzlicht-) Darstellung wilder Straußenvögel und ganz „bayerisch-modern“ das Geschehen auf.

Sie kamen ebenso nur mit einer Zugabe von der Bühne, wie die Damen der Spielschar mit Elisabeth Lausch und Ulrike Brauer an der Spitze. Die zeigten im wahrsten Sinne des Wortes „Knie“ beim „Zillertaler Hochzeitsmarsch“. Durch das Programm führte wieder Sabine Pulino, für die Musik sorgte Markus Steffan. Den Zuschauern trieb es die Lachtränen in die Augen, als eine geplagte Hausfrau und Mutter Trost und Stärkung bei einer Wallfahrt nach Kevelar suchen wollte. Doch sie war in den falschen (Samba-) Zug gestiegen und erzählte nun in Versform von ihren Gedanken und Erlebnissen während der Fahrt.

Ebenso verhielt es sich bei der „Eheberatung“, und beim Auftritt von Bauer Bennard. Er wollte sich unter den mehr als 250 Frauen im Saal eine Partnerin suchen, die sich dann – nicht abgesprochen – auch fand. Doch Mama bereitete dem Treiben schnell ein Ende und schickte ihn mit den Kühen heim. Zum großen Finale gab es schließlich einen zünftigen Musikantenstadl mit vielen Stars aus dieser Szene.

 Die Zuschauer standen voller Begeisterung auf den Stühlen und überhäuften ihre Lieblinge mit Blumen aus der Tischdekoration. Es war eben eine „Mords-Gaudi“ im Liesedorf.

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