Rat in Wadersloh verabschiedet Ukraine-Resolution



Allerdings nicht einstimmig – einzig Ludger Meyer von der AfD (kein Fraktionsstatus) hat dagegen gestimmt.

Der Rat in Wadersloh hat eine Resolution gegen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verabschiedet. Unser Archivfoto zeigt einen ukrainischen Soldaten, der mit der Flagge seines Landes im Hintergrund auf einem Panzer außerhalb von Kiew steht. Foto: Vadim Ghirda/AP/dpa

Wadersloh (ate) - Der Rat der Gemeinde Wadersloh hat sich gegen den Krieg in der Ukraine ausgesprochen und kürzlich eine entsprechende Resolution verabschiedet. Allerdings nicht einstimmig – einzig Ludger Meyer von der AfD (kein Fraktionsstatus) hat dagegen gestimmt.

Der Kreistag des Kreises Warendorf hatte bereits in seiner Sitzung am 1. April 2022 mit sehr großer Mehrheit eine Resolution gegen den Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine verabschiedet. Darin sprechen sich die Unterzeichner des Kreistages fraktionsübergreifend gegen den Krieg und auch gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aus.

„Krieg gegen alle, die in Freiheit leben wollen“

Die Gemeinde Wadersloh hat diese Resolution nun auf die örtlichen Verhältnisse angepasst. Der Rat verurteilt den „völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine und deren Bevölkerung. Für diesen ungerechtfertigten Angriffskrieg und die Kriegsverbrechen ist primär der russische Präsident Wladimir Putin sowie die russische Führungselite verantwortlich. Dieser Krieg richtet sich auch gegen alle Menschen, die in Freiheit und Sicherheit leben wollen.“

Rat trauert mit 

Allen Ukrainerinnen und Ukrainern wird Solidarität zugesichert. „Sie sind Opfer dieses Krieges, der durch nichts zu rechtfertigen ist“, heißt es weiter. Der Wadersloher Rat trauere mit den Angehörigen um die vielen Kriegstoten und stehe zugleich den Geflüchteten bei, die in der Gemeinde Zuflucht gefunden hätten. Die Kommunalpolitiker bitten in der Resolution die Wadersloher ebenso darum, die Menschen in der Ukraine durch Spenden zu unterstützen und Kriegsflüchtlinge, wenn möglich, aufzunehmen.

Keine Diskriminierung russischstämmiger Bürger

Gleichzeitig wird „jede Form der Diskriminierung oder Diffamierung von in der Gemeinde Wadersloh lebenden Menschen mit russischen Wurzeln oder Nationalität abgelehnt und verurteilt“ – so der Wortlaut der Resolution.

Es wird in der Resolution außerdem an alle Verantwortlichen appelliert, sich für die sofortige Beendigung des „völkerrechtswidrigen und zutiefst unmenschlichen Angriffskrieges einzusetzen und in der Region die europäische Friedensordnung wiederherzustellen“.

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