Schülerbeförderung wird neu aufgestellt



Wadersloh (gl) - Steigende Kosten in Zeiten, in denen kräftig gespart werden muss: Die Gemeinde Wadersloh muss bei der Schülerbeförderung durch Busse künftig andere Wege gehen und kann die Schülerfahrtkostenverordnung längst nicht mehr so großzügig auslegen wie bislang.

Zahlen müssen künftig die Schüler, die laut Fahrtkostenverordnung eigentlich keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Schulbusfahrten durch die Gemeinde Wadersloh haben.

Fahrschüler, die eigentlich nach dieser Verordnung keinen Anspruch auf Erstattung der Fahrtkosten beziehungsweise Ausstellung eines Schulwegjahrestickets durch die Gemeinde haben, diesen Service aber trotzdem nutzen durften, müssen demnächst zahlen.

Zur Zeit liegen 96 Fahrschüler unterhalb der Entfernungsgrenze für den Anspruch auf Fahrtkostenerstattung. Diese Grenze liegt bei Grundschülern bei mehr als zwei Kilometern, bei Schüler weiterführender Schulen bei mehr als 3,5 Kilometern. In diesen Fällen soll ab dem kommenden Schuljahr eine Beförderung für die Wintermonate (1. Oktober bis 31. März) angeboten werden, die pro Kind 200 Euro kosten soll.

 Von dieser Regelung sind vor allem die Schüler aus den Ortsrandgebieten betroffen, die allesamt unterhalb der vorgegebenen Entfernungsgrenze für die Fahrtkostenerstattung liegen. So hatten Einwohner des Baugebietes „Im Buschkamp“ dem Ausschuss einen Antrag auf die weitere Beförderung ihrer Kinder mit dem Schulbus vorgelegt. Es sei den Eltern aber freigestellt, auch eigene Fahrdienste zur Schule zu organisieren, wurde am Mittwochabend im Schulausschuss deutlich.

„Wir machen hier nichts, was andere Gemeinden nicht auch tun oder moderater händeln – im Gegenteil“, richtete Bürgermeister Christian Thegelkamp den Blick auf die Nachbarkommunen und betonte die Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung für die Großgemeinde.

Insgesamt 77 Schüler aus Nachbargemeinden besuchen die Hauptschule oder die Realschule in Wadersloh und nicht die nächstgelegene Schule in ihrem Wohnort, bei der sie Anspruch auf Übernahme der Fahrtkosten hätten. Auch für sie soll ab dem kommenden Schuljahr 2011/2012 eine pauschale Kostenbeteiligung in Höhe von 200 Euro pro Schuljahr erhoben werden, um die Mehrkosten auszugleichen.

 Eine Ausnahme wird bei den angehenden Fünftklässlern aus anderen Gemeinden gemacht, deren Eltern bei der Anmeldung Anfang des Jahres noch von einer kostenfreien Beförderung nach Wadersloh ausgegangen sind. Für sie soll die Regelung erst ab dem Schuljahr 2012/2013 greifen.

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