Situation der Feuerwehr wird beleuchtet



 Wadersloh (gl) - Mit dem Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Wadersloh hat sich kürzlich der Hauptausschuss beschäftigt. Auch in der Ratssitzung am Donnerstag steht dieser Punkt auf der Tagesordnung.

Wie ist die Feuerwehr in der Gemeinde aufgestellt? Was kann sich noch verbessern? Um diese Fragen zu klären, hat Bernhard Streffer, Brandamtsrat a.D. (r.), die Brandschutzverordnung aktualisiert. Nachdem sie kürzlich im Hauptausschuss der Gemeinde vorgestellt wurde (im Hintergrund Elmar Ahlke und Heinz-Josef Funke), wird am Donnerstag auch im Rat noch einmal über das Thema beraten.

Bernhard Streffer, Brandamtsrat a. D. aus Diestedde, hat die erste Fortschreibung des Plans durchgeführt. Nach der Zustimmung durch den Hauptausschuss muss nun auch der Rat grünes Licht geben. Somit ist die jüngste Version des Brandschutzbedarfsplans aus dem Jahr 2004 aktualisiert worden.

Der Plan verfolgt das Ziel, eine leistungsfähige Feuerwehr zu erhalten. Dazu wurde von Bernhard Streffer zunächst der Ist-Faktor ermittelt. Wie viele aktive Einsatzkräfte stehen zur Verfügung? Wie viele Atemschutzgeräte und Fahrzeuge sind vorhanden? Wo gibt es Löschwasser und in welcher Menge? Solche und andere Fragestellungen hat der Fachmann akribisch durchleuchtet.

Dabei kam er zu dem Schluss, dass man bei den Einsatzzeiten etwas tun müsse. Gerade tagsüber sei es vor allem in den Außenbereichen schwierig, die Vorgaben über die vorgeschriebene Mindesteinsatzstärke, die Ausrüstung und die in Minuten festgelegten Hilfsfristen einzuhalten. Wer woanders arbeite, wie das in der Gemeinde Wadersloh oft der Fall sei, der habe Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit.

Streffers Vorschlag, Feuerwehrleute aus anderen Kommunen hinzu zu ziehen, die hingegen in der Gemeinde Wadersloh ihren Arbeitsplatz haben, stieß auf allgemeine Zustimmung bei den Fraktionen im Hauptausschuss. Ulrich Bösl (CDU) schlug außerdem vor, dass seitens der Feuerwehr alle zwei Jahre ein Statusbericht gegeben werden solle. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Werbung neuer Mitglieder und die Einrichtung einer Jugendfeuerwehr für die Gemeinde Wadersloh.

Elisabeth Hollenhorst (FWG) regte an, dass die Gemeinde Wadersloh aktiv bei der Werbung von Nachwuchskräften für die Feuerwehr mithelfen solle. Albert-Josef Fleiter (FDP) schlug vor, dabei auch die Stärkung der Frauenquote in den Blick zu nehmen.

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