Türsturz zieht die Blicke auf sich



 Wadersloh (gl). Wer das Seniorenheim St. Josef an der Diestedder Straße betritt, sollte im Eingangsbereich stehen bleiben und den Blick nach rechts wenden. Dort ist seit kurzem der Original-Türsturz des alten Krankenhauses zu bewundern.

Im Eingangsbereich des Seniorenheims St. Josef ist der Original-Türsturz des alten St.-Josefs-Hospitals von 1884 zu bewundern. Über diese Rarität freuen sich (v.l.) Pfarrer Ralph Forthaus, Schwester Leonie, Reinhard Ottensmann vom Kirchenvorstand und Einrichtungsleiter Andreas Wedeking.

Frisch restauriert durch Mittel der Kirchengemeinde und auf zwei Stelen angebracht, zieht die Inschrift „St. Josefs Hospital 1884“ die Blicke auf sich. Jahrzehnte lang hatte der Stein über dem Eingang des ehemaligen Krankenhauses gehangen, mit dem so viele Wadersloher persönlichen Geschichten und Erinnerungen verbinden.

Diese werden beim Anblick des Türsturzes wieder lebendig. Das Relief des Heiligen Josef, das lange im Eingangsbereich des Altbaus zu finden war, kommt durch den Türsturz bestens zur Geltung.

Reinhard Ottensmann war es, der den massiven grauen Stein kurz vor dem Abriss des Altbaus wiederentdeckte. Bis 2001 war die Inschrift in einem Beet vor der Einrichtung aufgebaut worden, zuletzt wurde das gute Stück in einer Scheune gelagert.

„Wir bekommen sehr viele positive Reaktionen“, freut sich Einrichtungsleiter Andreas Wedeking über den historischen Hingucker im Eingangsbereich. Das Alte und das Moderne passe gut zusammen. Die langjährige Geschichte des Hauses im Blick zu behalten sei gerade nach dem Abriss des Altbaus besonders wichtig.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.