Wie die Kartoffel nach Wadersloh kam



Wadersloh (dob) -  Man schreibt den 24. März des Jahres 1756. Preußen kurz nach dem Dreißigjährige Krieg. König Friedrich II. erlässt: Die Kartoffel soll in seinem Reich angebaut werden. Ob es den beliebten Kartoffelsonntag sonst wohl im Ortskern Waderslohs gegeben hätte?

Mit passender Verkleidung sorgten (v.l.) Carolin Henkelmann und Christina Scherf beim Kartoffelsonntag für gute Stimmung bei den Besuchern.

In der Gemeinde dürfte sich der „Erdapfel“ nur unlängst später im 18. Jahrhundert durchgesetzt haben. Die Kartoffel, die ursprünglich aus Südamerika stammt, ist zu einem festen Bestandteil der alltäglichen Speisekarte geworden. Am Sonntag luden die Wadersloh Marketing GmbH und der Handwerker und Gewerbeverein zum Kartoffelsonntag ein. Und da durfte die vielfältige Knolle natürlich auch nicht fehlen.

Kirmes, Marktstände und ganz viele Kartoffeln. Die Gastronomen der Gemeinde zeigten, was mit der Knolle möglich ist. Ob Traditionelles, Experimentelles oder Exotisches – für jeden Geschmack gab es da passende Gerichte. Hinzu kamen die vielen süßen Köstlichkeiten, die die Buden um die Kirche anboten. Und wer jetzt die angesammelten Kalorien wieder abarbeiten wollte, der konnte den Kinderflohmarkt entlang schlendern, in den Fahrgeschäften schwitzen oder auf der Automeile den zukünftigen Traumwagen entdecken.

Wadersloher Vereine präsentierten sich an zahlreichen Ständen, und im Festzelt lauschte man dem Shanty-Chor „Die Emsmöwen“ aus Rheda-Wiedenbrück. Später am Nachmittag zeigte die Feuerwehrkapelle Liesborn ihr Können. Ob Handtasche, neue Brille, Gardine oder Gürtel. Der verkaufsoffene Sonntag des HGW komplettierte das Angebot. Eingebettet in das Wadersloher Herbsttreiben krönte dieser der Kartoffel gewidmete Tag die Veranstaltungsreihe. Außerdem fand ein Pokalschießen aller Wadersloher Vereine statt (Bericht folgt).

Organisatorin Sylvia Voss resümierte: „Die Ü-30-Party war ein voller Erfolg. Die Zeltdisco für die Jugendlichen war leider nicht so gut besucht. Hier werden wir im nächsten Jahr gemeinsam mit den Mitorganisatoren nach einer Alternative suchen.“ Ansonsten freute sie sich über die vielen Besucher am Sonntag.

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