Aber sicher: Kolping Warendorf sammelt Weihnachtsbäume


Die Warendorfer Kolpingsfamilie hat auch in diesem Jahr ausgediente Weihnachtsbäume eingesammelt. Es galten erschwerte Bedingungen.

Sammelteam im Einsatz: (v. l.) Manfred Wagner, Martin Heseker, Marco Brüser, Sven Korte und Georg Westbeld. Foto: Baumjohann

Warendorf (bjo) - Es ist noch dunkel, als am Samstagmorgen nach und nach immer mehr Pritschenwagen und Lkw auf das Gelände des Bauhofs am Holzbach fahren. Kaum stehen die Autos, geht es für die Fahrer zur Impfpasskontrolle.

Unter Pandemiebedingungen

Die Tannenbaumaktion der Kolpingsfamilie, die vom Bauhof aus startete, fand auch in diesem Jahr unter Pandemiebedingungen statt. Für die Organisatoren um Ralf Erpenbeck bedeutete das gehörigen Mehraufwand. So galt es beispielsweise, am Bauhof die Impfnachweise aller Helfer zu kontrollieren und sie auf die Pflicht hinzuweisen, sich mit Hilfe der Luca-App für das Zusammentreffen der Baumsammler auf dem Bauhofgelände einzuchecken.

„Wenn ihr den Bauhof verlasst, müsst ihr euch wieder auschecken und dann in den einzelnen Fahrzeugen wieder einchecken“, wiesen Erpenbeck und die übrigen Organisatoren die rund 70 Helfer auf die Erfordernisse der Kontaktnachverfolgung hin. Für jedes der Sammelfahrzeuge, die in insgesamt zwölf Bezirken in der Stadt Warendorf die ausgedienten Weihnachtsbäume aufnahmen, war ein eigener Luca-Code erstellt worden.

Maskenpflicht die ganze Zeit

Zudem galt während der gesamten Sammelaktion Maskenpflicht. „Nicht nur im Fahrzeug, sondern auch draußen“, wie Erpenbeck verdeutlichte. Mit solchen Vorkehrungen wollten die Organisatoren das Corona-Risiko für jeden der freiwilligen Helfer so gering wie eben möglich halten. Helfer für die Aktion zu finden, sei kein größeres Problem gewesen, freut sich Erpenbeck im „Glocke“-Gespräch. „Die Bereitschaft war trotz der erschwerten Bedingungen schon groß“, dankt er.

Viele Unterstützer

Ein Dank, der übrigens nicht nur an die Tannenbaumsammler, sondern auch an zahlreiche Unternehmen sowie die Warendorfer Malteser geht, die die Sammelaktion auch in diesem Jahr wieder durch die Überlassung von Sammelfahrzeugen unterstützt haben. An zwei Stellen in der Nähe von Warendorf wurden die eingesammelten Tannenbäume am Samstag abgeladen. „Wir hoffen, dass die Osterfeuer in diesem Jahr wieder stattfinden können“, sagt Ralf Erpenbeck. Dann sollen die Bäume verbrannt werden. „Im vergangenen Jahr wurden sie gehäckselt“, erinnert sich der Kolpingbruder.

Die Zahl der Tannenbäume, die eingesammelt werden, sei im Laufe der Jahrzehnte gestiegen, sagt Wolfgang Seck. „Ich bin seit 1976 dabei. Da waren es noch weniger Bezirke“, erzählt der Warendorfer davon, wie das Sammelgebiet gewachsen ist. Schon damals hatte die Kolpingsfamilie um Spenden gebeten.

Einnahmen für den guten Zweck

„Das Geld kommt karitativen Einrichtungen in der Region zu Gute“, macht Anne Löhrs deutlich. Profitiert haben in der Vergangenheit die Brückenbauer, der Warenkorb, die Malteser, das Frauenhaus und die Wärmestube. Wie schon im Vorjahr klingelten die Kolpinghelfer nicht an den Türen, sondern hatten schon im Vorfeld um die Überweisung des Obolus für die Baumentsorgung gebeten. „Das klappt gut“, bilanziert Löhrs.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.