Amtsgericht Warendorf: Urteil wegen Kinderpornographie


Sechs Monate auf Bewährung lautet das Urteil des Amtsgerichts Warendorf gegen einen 36-Jährigen wegen kinderpornographischer Handlungen.

Zu sechs Monaten Haft auf Bewährung ist ein 36-jähriger Münsteraner am Montag vom Amtsgericht Warendorf verurteilt worden. Das Gericht hält ihn des sexuellen Kindesmissbrauchs und des Besitzes kinderpornographischer Bilder für schuldig. Archivfoto: Wild

Warendorf (bjo) - Zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten hat das Warendorfer Jugendgericht als Jugendschutzgericht am Montag einen 36-jährigen Münsteraner verurteilt. Der Lüftungsbauer sei des sexuellen Missbrauch eines Kindes sowie des Besitzes kinderpornographischer Schriften schuldig, so das Gericht. 

Zwölfjährige verbal „angemacht“

Vorgeworfen worden war dem Angeklagten, am 14. Februar vergangenen Jahres in einem Chat über einen Messengerdienst im Internet eine damals zwölfjährige Warendorferin unter anderem „Willst du geil werden?“ gefragt zu haben. Zudem seien laut Anklageschrift am 14. August 2020 drei Bilddateien kinderpornographischen Inhalts auf dem Smartphone des Angeklagten gefunden worden. 

Smartphone  „gehackt“?

Schon bei einem ersten Verhandlungstermin hatte der Münsteraner zu Protokoll gegeben, sein Computer sei „gehackt“ worden. Diese Einlassung wiederholte er am Montag. Aufgrund der Aussage des Lüftungsbauers hatte der Richter das sichergestellte Smartphone des Angeklagten untersuchen lassen und trug am Montag das Ergebnis vor. Eine Schadsoftware sei nicht festgestellt worden, die Bilddateien seien vorhanden. 

„Das ist kein Kavaliersdelikt“

Nachdem die Ausdrucke des Messengerdienst-Chats vom Angeklagten und dem Vertreter der Staatsanwaltschaft in Augenschein genommen worden waren, zeigte sich Letzterer in seinem Plädoyer davon überzeugt, dass die Vorwürfe aus der Anklageschrift zutreffend seien und sich der Münsteraner schuldig gemacht habe. Er beantragte eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten: „Das ist kein Kavaliersdelikt.“

Urteil ist rechtskräftig

Diesem Antrag folgte das Gericht. Als Bewährungsauflage legte der Richter fest, dass der Angeklagte eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro an das „Hammer Forum“ zu zahlen hat. Zudem wird das Smartphone des Angeklagten eingezogen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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