Eurobahn kollidiert in Warendorf mit Auto



Ein Auto ist in Neuwarendorf mit der Eurobahn kollidiert, ein Mann schwer verletzt. Bahnstrecke und B64 waren gesperrt. 

Die Bahnstrecke war zwischen Warendorf und Telgte gesperrt. Eine Eurobahn war mit einem Auto kollidiert. Foto: Baumjohann

Warendorf (bjo) - Erneut ein Zusammenstoß zwischen Eurobahn und PKW: Der 28-jährige Fahrer eines im Kreis Paderborn zugelassenen VW Golf wurde dabei am Donnerstag gegen 17.18 Uhr schwer verletzt und von den Rettungskräften in die Münsteraner Uniklinik gebracht. Die Eurobahn, im Frontbereich leicht beschädigt, war mit rund 60 Fahrgästen besetzt. 

Delbrücker allein unterwegs

Der Delbrücker hatte seinen Golf R von Warendorf aus auf der Bundesstraße 64 in Richtung Telgte unterwegs, als er sich ungefähr auf der Höhe der Neuwarendorfer Straße (Hof Austermann) entschloss, nach links in die Bauerschaft Neuwarendorf abzubiegen und zu wenden, um zurück nach Warendorf zu fahren. 

Das Einbiegen in die Bauerschaftsstraße gelang problemlos. Als der Delbrücker dann zurück auf die B64 abbiegen wollte, habe er den Gleisbereich mit seinem Fahrzeug schon weitestgehend verlassen gehabt, die aus Warendorf kommende Eurobahn sei dann allerdings doch mit dem Fahrzeugheck kollidiert, schilderte ein Polizeibeamter den Unfallhergang gegenüber der „Glocke“. Der Delbrücker war allein in seinem Golf unterwegs gewesen und hatte diesen bei Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst schon verlassen können.

B64 für zwei Stunden gesperrt

Bei dem Zusammenstoß wurde der Delbrücker verletzt und mit einem Rettungswagen zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Für die Dauer von etwa 2 Stunden war die B64 in Höhe der Unfallstelle voll gesperrt. Die Bahn hatte für die betroffene Strecke einen Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Aufräumarbeiten 19.30 Uhr abgeschlossen

Die Folge des Unfalls: Auch zwischen Warendorf, Beelen, Clarholz, Herzebrock und Rheda-Wiedenbrück verkehrten zunächst keine Züge. Die Eurobahn schrieb bei Twitter: „Zur Zeit sind keine Zugfahrten im betroffenen Streckenabschnitt möglich.“ Um 18.30 Uhr kam dann die Nachricht, dass doch ein Pendelverkehr zwischen Warendorf und Münster eingerichtet wird. Gegen 19.30 Uhr hieß es, dass die Aufräumarbeiten abgeschlossen seien. Züge verkehren in Kürze auf dem Regelweg. In der Folge könne es noch zu Verspätungen und Teilausfällen kommen.

Im Einsatz waren außer dem Löschzug 1 der Warendorfer Feuerwehr mit Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, Rüstwagen und rund 15 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr auch zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie Kräfte der Polizei, der Bundespolizei und des Bahnunternehmens Keolis, Mutterkonzern der Eurobahn.

Feuerwehr sichert Türen des Zugs

„Unsere Aufgabe war die Sicherstellung des Brandschutzes, die Unterstützung der Polizei bei der Unfallaufnahme und die Sicherung der Zug-Zugänge“, machte Feuerwehr-Einsatzleiter Manuel Sommer im „Glocke“-Gespräch deutlich. Die Zugtüren waren an der Unfallstelle geöffnet worden, um die rund 60 im Zug befindlichen Fahrgäste mit Frischluft versorgen zu können und so möglichen Kreislaufproblemen vorzubeugen. Mitglieder der Feuerwehr standen dabei an den geöffneten Zugtüren. 

Vorgesehen war, dass der nur leicht beschädigte Zug nach Abschluss der Unfallaufnahme aus eigener Kraft zum Bahnhof Einen-Müssingen weiterfahren sollte, von wo der Weitertransport der Fahrgäste organisiert werden sollte.

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