Bilderausstellung in Warendorf durch Fundstücke ergänzt


Die Ausstellung von Gemälden von Friedrich Wilhelm Mundinger im Warendorfer Modehaus Ebbers ist durch zwei Originale ergänzt worden.

Rudolf Berger (l.) freut sich, dass Dr. Hubert Schulze Relau sich bereiterklärt hat, die Mundinger-Ausstellung auf der Galerie des Modehauses durch zwei Gemälde aus der eigenen, privaten Sammlung zu ergänzen.

Warendorf (gl) - „Meine Frau und ich haben den Artikel in der Zeitung gelesen und uns daraufhin unsere Mundinger-Bilder gleich angesehen“, sagte Dr. Hubert Schulze Relau, als er mit seinen beiden Aquarellen von Friedrich Wilhelm Mundinger zu Rudolf Berger in die Ebbers-Galerie kam. 

Bilder zunächst nicht beachtet

tEr kenne die Bildern seit seiner Jugendzeit, habe ihnen aber keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt, bis vor mehreren Jahren der ehemalige Laurentius-Pfarrer, Dechant Walter Suwelack, ihn im Zusammenhang mit der Restaurierung des Hofbildstocks auf den Künstler aufmerksam gemacht habe. „Der hat ihn sofort erkannt und mir sein Wissen über den Künstler vermittelt“, so Dr. Schulze Relau.

Wie kommen Bilder nach Gröblingen?

Auf welche Weise die Bilder in das Gröblinger Bauernhaus gekommen sind, lässt sich nur vermuten. „Meine Großmutter war eine großherzige Frau“, erinnert sich der Hofbesitzer. Die beiden Aquarelle haben keine Zeitangabe. Wurden sie während des von dem nationalsozialistischen Regime ausgesprochenen Malverbot nach 1933 geschaffen?

Eventuell als Tauschobjekte

Es könnte gut sein, dass die Bilder während dieser Zeit als Tauschobjekt für Lebensmittel vom Bauernhof dienten. Das Fehlen der Zeitangabe auf den Bildern legt nahe, dass weder Empfänger noch Künstler in Bedrängnis kommen sollten. 

Für Ausstellung Staub geputzt

„Ich musste die Bilder erst „stadtfein“ machen“ schmunzelte Dr. Schulze Relau, als er die Bilder in der Galerie vorstellte. Besonders das Bild, das in den vergangenen Jahren in der Upkammer hing, habe im Laufe der Zeit doch viel Staub angesetzt. Nun aber glänzen die beiden Bilder und ergänzen die Ausstellung der Mundinger-Bilder in der Ebbers-Galerie um zwei weitere Originale. 

Welche Brücke ist zu sehen?

Welche Brücke auf dem einen Bild zu sehen ist, konnte Dr. Schulze Relau nicht weiter erläutern. „Wegen der Konstruktion ist sie etwas Besonderes, vielleicht kennt oder kannte jemand diese Brücke“, fragt Rudolf Berger, der die Ausstellung im Modehaus Ebbers betreut. „Es wäre schön, wenn es eine Ortsbestimmung zu dem Bild gibt.“ Rudolf Berger freut sich auf eine Kontaktaufnahme im Modehaus, wo die Ausstellung zu sehen ist.

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