Freckenhorster Landwirte legen Blühstreifen an


Freckenhorst (gl). Es kriecht und fliegt im Blühstreifen, den die Landwirte Winfried und Christian Klosterkamp auf ihrer Fläche in Freckenhorst angelegt haben. 

Auf 8000 Quadratmetern haben (v. l.) die Landwirte Christian und Winfried Klosterkamp auf ihrer Fläche in Freckenhorst Blühstreifen mit vielfältigen Pflanzen angelegt.

Auf 8000 Quadratmetern wachsen Buchweizen, Öllein und Sommer-Wicke ebenso wie Koriander und Fenchel, Rotklee, Ringelblume und vieles mehr. So finden Insekten ausreichend Nahrung und locken ihrerseits viele Vögel an. „Die Blühmischung bietet auch Wildtieren hochwertiges Futter. Da ist Leben drin“, freut sich Landwirt Winfried Klosterkamp. Gemeinsam mit seinem Sohn Christian legt er jedes Jahr Blühstreifen an. 

Saatgut von Stiftung Westfälische Kulturlandschaft

Das Saatgut haben sie in diesem Jahr zum Teil von Matthias Finkenbrink bekommen. Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft hatte allein im Kreis Warendorf 760 Kilogramm Saatgut verteilt. Und als Mitglied des Landwirtschaftlichen Ortsverbands hatte Matthias Finkenbrink das Saatgut für Freckenhorst an die Kollegen verteilt. 

Nahrung und Schutz für Tiere

Verschiedene Blühzeiten der einzelnen Pflanzen bringen ein dauerhaftes Leuchten auf der Fläche. Bis in den Herbst bieten Pollen und Nektar Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung. Feldhase, Fasan, Kiebitz, und Rebhuhn finden Zuflucht und können ihre Nachzucht aufziehen. Ihnen steht hochwertiges Futter in den Sommer- und auch Herbstmonaten zur Verfügung. Bodenbrüter finden gute Brutflächen und Wildtiere Rückzugsräume. „In unmittelbarer Nähe zur Siedlung freuen sich auch Spaziergänger über diesen Anblick“, so Christian Klosterkamp, der gemeinsam mit seinem Vater einen Betrieb mit Bullenmast und Ackerbau führt. 

Mehr Biodiversität

Matthias Finkenbrink freut sich, dass die Landwirte in Freckenhorst und Umgebung seit vielen Jahren Blühstreifen und -flächen anlegen und mehr Biodiversität in die Landschaft bringen. In diesem Jahr haben sie allein in Freckenhorst 1,5 Meter breite Blühstreifen auf einer Länge von insgesamt drei Kilometern angelegt. Zusammen mit anderen Maßnahmen wie Heckenpflege, Streuobstwiesen oder Randstreifen an Fließgewässern verbessern sie die Strukturen in Feld und Flur.

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