Bürgerbad-Verein Warendorf bestätigt Roland Gierhake


Wahlen und Zahlen standen im Mittelpunkt der Versammlung des Warendorfer Freibad-Vereins. Sie war von Lärm überschattet.

Engagiert für das Freibad sind die Mitglieder des Fördervereins, die sich zur Versammlung trafen. Wegen der Geräuschkulisse des Emsseelaufs verlagerte sich die Mitgliederversammlung zum Schwimmbecken, das wegen eines technischen Defekts zeitweilig nicht genutzt werden konnte. Foto: Rieder

Warendorf (jor) - Zur vermutlich lautesten Mitgliederversammlung in seiner Geschichte hat sich der Verein „Bürgerbad Warendorf“ am Samstag im Freibad getroffen. Nicht etwa, weil sich die anwesenden Mitglieder in irgendeiner Form gestritten hätten – im Gegenteil, die Versammlung verlief sehr harmonisch.

Zeitliche Kollision mit dem Emsseelauf

Doch der gewählte Zeitpunkt kollidierte mit dem an diesem Tag gleichzeitig stattfindenden Emsseelauf, der mit viel Musik, Ansprachen und weiterer Geräuschkulisse das Freibad beschallte. Schließlich zogen sich die Teilnehmer der Versammlung in einen ruhigeren Bereich am Rande des Schwimmbeckens zurück, das am Samstagmorgen wegen eines technischen Defekts keinen Badebetrieb zuließ.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch den Vorsitzenden Roland Gierhake und der Totenehrung verlas Schriftführerin Birgit Stratmann das Protokoll der Mitgliederversammlung zuvor. Hier wie auch im Bericht des Vorstands flossen unangenehm oft die Wörter Corona und Pandemie ein, die zum Beinahestillstand – bis auf zwei Yoga-Einheiten – bei den Veranstaltungen geführt hatten.

Mehr als 43.500 Badegäste

Trotz allem haben rund 40.000 Badegäste 2020 das Bad aufgesucht. Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke nannte mit 43.668 den aktuellen Stand für die laufende Saison.

Die 2021 getätigten fünfstelligen Investitionen seien die größten der vergangenen Jahre, sagte Gierhake. Sie seien nur möglich durch Zuwendungen. Hier nannte er die Sparkasse Münsterland-Ost, die DKB-Bank sowie eine fünfstellige Summe der privaten Hörster-Stiftung. Gierhake sprach zudem zwei unschöne Punkte an: Zum einen reduzierte der Diebstahl eines Strandkorbs die Zahl des Bestandes auf jetzt neun. Zum anderen hatten städtische Mitarbeiter in Unkenntnis der Blühwiese bei der Pflege an falscher Stelle gemäht. Die defekte Behindertenumkleide sei immerhin als Garantiefall anerkannt worden.

Einstimmige Entlastung

Urs Reitis gab einen kurzen Überblick über den augenblicklichen Stand bei der Planung des neuen Hallenbads, dessen Fertigstellung optimistisch für 2026 erhofft wird. Da Kassenwartin Hildegard Westhoff verhindert war, trug Christoph Schulze-Zumloh den Kassenbericht vor. Erwartungsgemäß wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Auch die Wiederwahl von Roland Gierhake, Mechthild Hagemeyer, Birgit Stratmann und Michael Wiedeler erfolgte einstimmig. Einig war man sich auch im Bemühen, neue Mitglieder für den derzeit 146 Personen starken Verein zu gewinnen. Ebenfalls wurde der Vorschlag unterbreitet, mit Bannerwerbung im Bürgerbad weitere notwendige Einnahmen zu realisieren.

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