Bundeswehr steht im Fokus am 25. Juni in Warendorf



Am Samstag, 25. Juni, blickt Deutschland in Warendorf auf seine Armee - beim „Tag der Bundeswehr“ und der Reservistenmeisterschaft.

Das Konzept für den Tag der Bundeswehr, kombiniert mit der Deutschen Reservistenmeisterschaft, haben am Montag in der Spoprtschule der Bundeswehr (v.l.) Bürgermeister Peter Horstmann,Oberstleutnant Peter Sievert (Leiter Projektkoordination), Generalleutnant Jürgen Weigt (Stellvertretender Inspekteur Streitkräftebasis), Sportschul-Kommandeur Oberst Rüdiger Jorasch, Professor Dr. Patrick Sensburg, Präsident des Verbands der Reservisten, Oberstleutnant Wolfgang Wehrend (Leiter Projektbüro Reservistenmeisterschaft), Oberstleutnant Frank Böllhoff (Projektleiter Reservistenmeisterschaft), und Oberst Heinz Altmeyer (Projektleiter Tag der Bundeswehr) vorgestellt.  Foto: Wild

Warendorf (pw) - Mehr als 30 000 Besucher werden am „Tag der Bundeswehr“ am 25. Juni, auf dem Lohwall erwartet. War diese Präsentation der deutschen Streitkräfte in früheren Jahren dezentral in verschiedenen Städten durchgeführt worden, ist sie nun erstmals exklusiv an einem Standort konzentriert.

Kombiniert mit Reservistenmeisterschaft

Von 9.30 bis 18 Uhr zeigt sich die Bundeswehr mit ihrem Leistungsspektrum und will in Zeiten angespannter weltpolitischer Lage ihr Selbstverständnis als Parlamentsarmee zeigen, sich aber auch kritischen Diskussionen stellen. 

Erstmals kombiniert ist die militärische Nabelschau mit der Deutschen Reservistenmeisterschaft, bei der sich Reservisten der Truppe in einem auf körperliche Fitness, militärisches Spezialkönnen und Teamgeist abgestellten sportlichen Wettkampf messen. 

„Buntes Programm zum Anfassen“

Nicht abtauchen will die Bundeswehr, wenn es angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage um die Rolle der "Staatsbürger in Uniform" geht. So wird es auf dem Lohwall auch Demonstrationen in einem Tauchcontainer geben.Foto: BundeswehrDie Veranstalter versprechen ein „buntes, vielfältiges Bild, live zum Anfassen“, so Generalleutnant Jürgen Weigt am Montag bei einem Pressegespräch in der Sportschule der Bundeswehr. Die generalstabsmäßigen Planungen laufen sowohl bei der Bundeswehr als auch in der Stadt Warendorf seit Monaten intensiv. Es gibt ein umfangreiches Sicherheits- und Verkehrskonzept. So werden 10 000 Stellplätze zum Parken dezentral ausgewiesen und die Besucher mit Shuttle-Bussen kostenlos zum Lohwall und wieder zurück gefahren.

Nabelschau auf 64.000 Quadratmetern

Ein breites Spektrum an Information und Unterhaltung erwartet die Besucher, die aus der gesamten Region und weit darüber hinaus zum „Tag der Bundeswehr“ kommen sollen, auf 64.000 Quadratmeter auf dem Lohwall. Und ja, es wird auch Kriegsgerät gezeigt. Wer sich angesichts der Diskussion um Lieferung von „schweren Waffen“ an die Ukraine fragt, was eigentlich ein „Puma“ ist, der wird ihn auf dem Lohwall zu sehen bekommen. 

Aber auch einen Container zum Tauchtraining und eine „Blaulichtmeile“, an der Katastrophenschutzorganisationen ihre Partnerschaft mit der Bundeswehr demonstrieren.

Militärsportler tragen Finale aus

Am Veranstaltungstag, Samstag, 25. Juni, wird auch das Finale der Deutschen Reservistenkameradschaft auf dem Lohwall zu verfolgen sein, in dem die vier besten von etwa 20 Fünfer-Teams, die bereits am 23. und 24. Juni ihre Ausscheidungswettkämpfe in der Sportschule der Bundeswehr austragen, dann vor großem Publikum um die Krone kämpfen werden. 

Was genau die Disziplinen sind, das wollte Professor Dr. Patrick Sensburg, Präsident des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, am Montag beim Pressegespräch nicht verraten. Nur soviel: Erstmals sind auch Frauen unter den sportelnden Reservisten. Letztlich will der Verband auch deutlich machen, dass die zehn Millionen Reservisten „bei der Landesverteidigung eine bedeutende Rolle haben“, sagte Sensburg.

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