Gemeindefest zum Geburtstag der Pauluskirche



Sie ist ein schlichter Bau, aber von immenser Bedeutung: die Freckenhorster Pauluskirche. Das Gotteshaus wird 70 Jahre alt. 

Seit 70 Jahren bildet die Pauluskirche die religiöse Heimat der evangelischen Christen in Freckenhorst. Der runde Gebutstag des Gotteshauses wird an diesem Samstag zünftig gefeiert.

Freckenhorst (rik) - Sie ist ein schlichter Backsteinbau mit einem kleinen Glockentürmchen – doch für die evangelischen Christen, die vor 70 Jahren in Freckenhorst zur Einweihung zusammengekommen waren, war die Pauluskirche etwas ganz Besonderes: ihre neue kirchliche Heimat.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten nach Freckenhorst gekommen. 

Wunsch nach Gotteshaus wird größer

Die meisten von ihnen waren evangelisch und bildeten in der katholisch geprägten Stiftsstadt eine Minderheit. Zwar stellte die katholische Gemeinde für die Feier von Gottesdiensten die Petrikapelle zur Verfügung, doch der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus wurde immer größer. So begannen 1949 – unterstützt durch die evangelische Diasporahilfe – die ersten Planungen. In den folgenden Jahren leisteten die evangelischen Gemeindeglieder viele tausend ehrenamtliche Arbeitsstunden, bis die Pauluskirche am 5. Oktober 1952 endlich eingeweiht werden konnte. 

Das neue Gotteshaus wurde zu einem Symbol der Verbundenheit und des Zusammenhalts der evangelischen Gemeinde, und es erfuhr im Laufe der Jahrzehnte auch so manche Veränderung. In den 1970er-Jahren wurde der Innenraum komplett umgestaltet, 1993 bekam die Pauluskirche neue, farbige Fenster, und im Jahr 2012 gab es eine umfassende Sanierung und Renovierung. 

Neue Schieferung passend abgeschlossen 

Erst vor einigen Wochen abgeschlossen wurde zudem die neue Schieferung des Glockenturms. Gerade rechtzeitig, um den 70. Geburtstag der Pauluskirche zu feiern. Dazu sind für den morgigen Samstag, 24. September, von 14 bis 18 Uhr alle Gemeindeglieder und alle sonstig Interessenten eingeladen.

 Für die Kinder gibt es Rollrutsche, Hüpfburg, Schminkstand und Wasserspiele mit der Feuerwehr. Die Besucher erwarten außerdem ein Kubb-Turnier und die Versteigerung der alten Kirchenbänke. Um das leibliche Wohl kümmern sich Markus Gai und Frank Schröder sowie das Presbyterium, das Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus anbietet. Eine gute Gelegenheit also, um einmal wieder das Miteinander rund um die Pauluskirche zu pflegen.

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