Heimatfreunde leisten viel für Hoetmar


Da viel investiert wurde, haben die Heimatfreunde Dort Hoetmar in jüngster Zeit deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Dennoch stimmt die Kasse.

Im Vorstand: (v. l.) Johannes Tertilt, Robert Dorgeist, Heike Kappelhoff und Michael Mense. Es fehlen Josef Brand und Ludger Bütfering.

Hoetmar (bjo) - Die Arbeiten am Leutehaus haben auch das Jahr 2020 bei den Heimatfreunden Dorf Hoetmar geprägt. „Mittlerweile haben wir 6136 Stunden ehrenamtliche Arbeit beim Umbau geleistet“, bilanzierte Johannes Tertilt bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag in der alten Stellmacherei.

Mieteinnahmen decken Betriebskosten

Ein Einsatz, der sich gelohnt hat, wie in dem von Ludger Bütfering verfassten und von Michael Mense vorgetragenen Jahresbericht deutlich wurde. Seit Juni dieses Jahres ist die Wohnung im Leutehaus vermietet. Mit den Einnahmen werden die Heimatfreunde künftig die laufenden Betriebskosten des Leutehauses finanzieren können, in dem zudem das Dorfbüro und das Dorfarchiv ihren Platz gefunden haben.

Demnächst wird auch die Geschäftsstelle des SC Hoetmar dort einziehen. Mitglieder des Sportvereins seien derzeit mit großem Einsatz dabei, die künftigen Geschäftsstellenräumlichkeiten zu sanieren. Die Fertigstellung sei noch für dieses Jahr geplant.

Wichtiger Bestandteil im Dorf

„Wir sind als kleiner Verein ein wichtiger Bestandteil im Dorf“, zeigte sich Mense im Jahresbericht überzeugt. Er erinnerte daran, dass neben den Arbeiten im Leutehaus mit großer Eigenleistung und finanzieller Unterstützung aus dem Programm „8 Plus Vital NRW“ auch ein Buswartehäuschen an der Stellmacherei errichtet und der Vorplatz des denkmalgeschützten Gebäudes gepflastert wurde.

Maßnahmen, die ihren Niederschlag in der Kasse der Heimatfreunde gefunden haben. Zusammengerechnet habe man das Jahr mit einem Minus von rund 25.000 Euro abgeschlossen, bilanzierte Kassierer Johannes Tertilt.

Einwandfreie Arbeit des Kassierers

Was dramatisch klingt, war genau so geplant: Zuschüsse, die die Heimatfreunde schon in den Vorjahren für die Sanierung des Leutehauses bekommen hatten, wurden mit dem Fortschreiten der Arbeiten beispielsweise für benötigte Baumaterialien ausgegeben. Nach dem Bericht der Kassenprüfer, die Tertilt einwandfreie Arbeit bestätigt hatten, wurde der Kassierer ebenso wie der gesamte Vorstand einstimmig entlastet.

Ebenso einstimmig fiel die einzige Personalentscheidung des Abends: Johannes Tertilt bleibt weitere zwei Jahre Kassierer des Vereins. Über weitere Mitstreiter bei der Arbeit würden sich die Heimatfreunde übrigens freuen – ob im Dorfarchiv oder in einem anderen Bereich: „An Ideen mangelt es uns nicht“, versicherte Vorsitzender Robert Dorgeist.

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