Heimatverein blickt auf fünf aktive Jahrzehnte zurück


Vor 50 Jahren wurde der Heimatverein Einen-Müssingen gegründet, am Sonntag wird mit einem Festakt im Westfälischen Hof gefeiert.

Über das 50-jährige Bestehen des Heimatvereins Einen-Müssingen freuen sich (v. l.) Vorsitzender Hubert Kleinschnitker und sein Stellvertreter Raimund Schulze Tertilt. Sie laden zum offiziellen Festakt am Sonntag im Westfälischen Hof ein. Foto: Ossege-Fischer

Einen-Müssingen (coss) - Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus, und Hubert Kleinschnitker, Vorsitzender des Heimatvereins Einen-Müssingen, ist sichtlich stolz auf den Schatten, den „sein“ Verein wirft: Der Heimatverein feiert sein 50-jähriges Bestehen. 

Am kommenden Sonntag gibt es einen offiziellen Festakt im Westfälischen Hof einen Einen, zu dem viele Vereine, aber auch die Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Bei dieser Gelegenheit kann man auf Leinwänden die Aktivitäten des Vereins von der Gründung bis heute noch einmal Revue passieren lassen. Die eine oder andere Gegebenheit aus der Vergangenheit wird der Vorsitzende außerdem bestimmt in seiner Laudatio erzählen. 

Namensänderung im Jahr 1977

Im Februar 1972 gründeten Anton Overlöper, Theo Löckmann und Clemens Lütke Zutelgte den „Verein für Heimatpflege und Ortsverschönerung“. Auf der ersten Mitgliederversammlung 1972 beschlossen die 38 Vereinsmitglieder, dass der Verein den Ort und vor allem die Vorgärten verschönern sollte. Außerdem wollten die Verantwortlichen unbedingt am damaligen Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teilnehmen. Gesagt, getan – der Verein begann, die Vorgärten zu begrünen, den Schulpavillon zu bauen und den Bolzplatz zu errichten. Im Jahr 1976 beging der Verein das erste Heimatfest im Dorf. Im Jahr 1977 wurde der Name in „Heimatverein Einen-Müssingen“ geändert, um die Einigkeit beider Ortsteile zu unterstreichen. 

Erfolge im Dorfwettbewerb

1986 war es dann soweit: Die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ trug erste Früchte, Einen wurde auf Kreisebene zum Golddorf. In den 1980er-Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Naturschutz. Der Bau des Schafstalls 1991 und des Heimathauses von 1991 bis 1993 schweißte den Verein und seine Mitglieder noch enger zusammen. Wieder trugen die Bemühungen des Vereins Früchte: Einen-Müssingen wurde 1989 Silberdorf auf Landesebene und im Jahr 1993 triumphierte der Verein gleich zweimal: Im Sommer wurde Einen-Müssingen Landesgolddorf und im Herbst sogar Bundesgolddorf.

Sauerkraut und Sattelfest

Dass der Verein nun zehn Jahre lang nicht mehr an dem Wettbewerb teilnehmen durfte, tat den Aktivitäten keinen Abbruch. Im Jahr 1996 wurde eine Volkstanzgruppe gegründet und die erste Sauerkrautherstellung angestoßen. Die 1050-Jahr-Feier im Jahr 2005 stellte einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar. Auch das erste Sattelfest 2008 in Einen-Müssingen war ein großer Erfolg, und der Verein nahm erstmals nach seinem Sieg auf Bundesebene wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Die barrierefreie Toilettenanlage für das Heimathaus wurde 2016 in Eigenleistung angebaut. Der erste vom Heimatverein organisierte Weihnachtsmarkt in 2019 in Einen-Müssingen war ein großer Erfolg, und auch das Musikfest der Ortsteile 2021 kam bei den Bürgern sehr gut an. 

Aktivitäten wieder ankurbeln

Im Jahr 2023 will der Verein sein Angebot wieder ankurbeln, da wegen der Coronapandemie das Programm sehr stark zurückgefahren werden musste. Doch zunächst steht am Sonntag der offizielle Empfang zum 50-jährigen Bestehen im Westfälischen Hof auf der Agenda.

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