Josephs-Hospital Warendorf verändert Teststrategie



Das Josephs-.Hospital Warendorf hat seine Teststrategie neu strukturiert. Die Auslagerung der Teststelle ist bereits auf Kritik gestoßen.

Ausgelagert: Über die Vor- und Nachteile der Containerlösung für das Testzentrum des Josephs-Hospitals Warendorf ist am ersten Tag der Umstellung sogleich ein Streit entbrannt. Das Krankenhaus verspricht nach den Anlaufschwierigkeiten Nachbesserungen.

Warendorf (pw) - Bei der Umstrukturierung der Teststrategie des Josephs-Hospitals hat es Probleme gegeben, die auch zu Diskussionen in den sozialen Netzwerken geführt haben. „Wir bedauern die Anlaufschwierigkeiten, die teilweise zu längeren Wartezeiten bei Patienten und Besuchern geführt haben. Wir werden die Ausstattung der Container und die Abläufe weiterhin sehr engmaschig im Blick behalten und bei Bedarf auch zukünftig nachbessern und optimieren“, sagte Pressesprecher Tobias Christoph Dierker am Dienstag  auf „Glocke“-Anfrage. 

Statt im Foyer jetzt im Container

Wie berichtet, bietet das Josephs-Hospital ab sofort für alle Besucher und Patienten die obligatorischen Schnelltests nicht mehr in der Eingangshalle, sondern im Container vor dem Haupteingang an. Die Klinik ist auch als Bürger-Testzentrum zugelassen, zu den Öffnungszeiten (Montag bis Freitag jeweils von 6.15 bis 19 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 19 Uhr) sind kostenfreie Schnelltests mit vorheriger Terminbuchung (www.schnelltest-warendorf.de) oder auch ohne Termin (dann gegebenenfalls mit Wartezeit) möglich.

Erste Kritikpunkte bereits beseitigt

Durch die Verlagerung des Patienten- und Besucherscreenings vor die Tür ist es ab sofort wieder möglich, sich ohne Test in der Eingangshalle und im Café Josephinchen aufzuhalten oder die Kapelle zu besuchen. Die „Anlaufschwierigkeiten“ seien „teilweise bereits beseitigt“ worden, sagte Dierker der „Glocke“ und verspricht weitere Verbesserungen und Anpassungen (Beschilderung, Wartezeiten) für die kommenden Tage. 

Wetterschutz wird nachgebessert

Auf die Kritik, die Container seien nicht barrierefrei zu erreichen, entgegnet Dierker, es sei sichergestellt, dass auch Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator „entsprechend barrierefrei getestet werden können“. Ein Schutz vor Regen sei bereits am Dienstag installiert worden und werde auch noch nachgebessert. 

Corona ist weiterhin allgegenwärtig

Auch wenn in vielen Bereichen des Alltags Corona als Thema verdrängt werde, „erleben wir im Krankenhaus weiterhin unmittelbar täglich, dass es auch in unserer Region leider immer noch eine Coronapandemie mit hohen Inzidenzen und weiterhin auch schweren Krankheitsverläufen gibt“, sagt der Pressesprecher des Josephs-Hospitals zur aktuellen Lage: „Um die Gesundheit unserer Patienten und Beschäftigten zu schützen, werden wir - wie alle Krankenhäuser in Deutschland - weiterhin den Zugang und Besuchs einschränken müssen und - situationsabhängig gegebenenfalls kurzfristig anpassen.“ 

Tests anderer Stellen reichen nicht

Auf die Kritik, dass das Josephs-Hospital für den Zugang zum Haus keine Schnelltestergebnisse von externen Teststellen akzeptiert, verwies Dierker auf das „bewährte Sicherheitskonzept“, zu dem gehöre, dass das Krankenhaus keine externen Testnachweise akzeptiere. Dierker: „Dies ist darin begründet, dass wir durch den Einsatz höchstsensitiver Schnelltests und der konsequenten Anwendung von tiefen Nasen- und Rachenabstrichen eine kontinuierlich sehr hohe Testsicherheit gewährleisten können.“

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.