Orchesterverein: Kassierer hört nach 26 Jahren auf


Freckenhorst (bjo) - Nach 26 Jahre hat Richard Uhkötter als Kassierer beim Orchesterverein Freckenhorst aufgehört

Als Kassierer wurde Richard Uhkötter nach 26 Jahren von der Vorsitzenden Theresa Brökelmann verabschiedet. Foto: Baumjohann

In seinem letzten Kassenbericht  hätte er gerne erfreulichere Zahlen präsentiert. „Die Corona-Pandemie hat Spuren in unseren Finanzen hinterlassen“, bilanzierte der Kassierer bei der Mitgliederversammlung des Orchestervereins. Fehlende Einnahmen von Auftritten beispielsweise auf Schützenfesten und zu begleichende Restkosten für die Anschaffungen der neuen Uniformen führten zu einem deutlichen Jahresfehlbetrag. Dennoch sei der Orchesterverein noch relativ glimpflich durch das Jahr 2020 gekommen, erinnerte er daran, dass man im Theater am Wall und unter freiem Himmel auf dem Grundschulhof zwei Konzerte habe spielen und so Einnahmen generieren können.

Das Amt vom Vater übernommen

Für Uhkötter war der Finanzstatusbericht am Freitag der letzte. Auf eigenen Wunsch schied er aus dem Vorstand aus, nachdem er 26 Jahre als Kassierer tätig war. „Du hast das Amt von deinem Vater Stefan übernommen“, erinnerte Vorsitzende Theresa Brökelmann an die Mitgliederversammlung 1995, in der Richard Uhkötter zum Kassierer gewählt worden war. Zusammengerechnet haben Vater und Sohn die Orchestervereins-Kasse 51 Jahre lang verwaltet – deutlich über die Hälfte der Vereinsgeschichte. Dafür dankte nicht nur die Vorsitzende Theresa Brökelmann, sondern alle anwesenden Mitglieder mit anhaltendem Applaus. Wertschätzung, über die sich der scheidende Kassierer sichtlich freute. Dem Verein wird er, wenn auch in zweiter Reihe, als Posaunist auch künftig treu bleiben. 

Katharina Brökelmann als Nachfolgerin

Zum Nachfolger wurde am Freitag Katharina Brökelmann gewählt, in ihren Ämtern bestätigte die Versammlung Notenwart Till Friehe und Beisitzer Markus Hustert. 

Nur drei Auftritte im Jahr 2020

Im Jahresrückblick hatte Johanna Bruns auf lediglich drei Auftritte und 29 Probenabende zurückblicken können, die der Orchesterverein 2020 absolvieren konnte. „Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen“, erinnerte sie an Proben unter freiem Himmel oder nach obligatorischen Schnelltests. Bei allen Proben dabei war Andreas Uhkötter. Platz zwei der Probenteilnahmen-Rangliste belegte Till Friehe, Platz drei teilen sich Anja Debbert, Jakob Greven und Rainer Poppenborg. Sie alle konnten sich über kleine Preise freuen.

Nachwuchsarbeit funktioniert

Johanna Bruns verdeutlichte auch, dass die Nachwuchsarbeit im Orchesterverein funktioniert. Insgesamt 41 Musikschüler erlernen derzeit Blockflöte, Schlagzeug, Trompete, Tenor- und Baritonhorn, Posaune, Saxophon und Klarinette. „Das ist eine sehr gute Zahl.“ Weitere Musikschüler seien ebenso willkommen in den Reihen des Orchestervereins wie Musiker auf der Suche nach einem Orchester, lädt der Vorstand zur Kontaktaufnahme ein. 

Auszeichnung für treue Mitglieder

Neu ins Jugendorchester wurden 2020 Luca Mahne, Jannis Freitag und Tristan Lammers aufgenommen. Schon länger dabei sind die Orchesterverein-Jubilare. 50 Jahre Mitglied ist Alfons Reinker, auf 25 Jahre können Markus Brökelmann und Florian Reinker zurückblicken. Zehn Jahre im Orchesterverein spielt Kerstin Pösentrup und fünf Orchesterverein-Jahre haben Till Friehe, Annika Haase, Merle Kahlert, Nicole Marks sowie Jule Uhkötter vollendet. 

Anfragen für Auftritte vorhanden

Zusammen mit allen anderen Orchesterverein-Musikern hoffen natürlich auch die Jubilare darauf, im kommenden Jahr endlich wieder regelmäßig auftreten zu können. „Die Anfragen der Vereine sind da“, macht Vorsitzende Theresa Brökelmann deutlich und hofft darauf, dass die geplanten Veranstaltungen auch tatsächlich werden stattfinden können.

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