Kreise Gütersloh und Warendorf wachsen 2020 leicht



Corona wirkt sich auch auf die Bevölkerungsstatistik der NRW-Kommunen aus. In den heimischen Kreisen ist die Entwicklung uneinheitlich.

Die Bevölkerung in den heimischen Kreisen hat 2020 trotz Corona leicht zugenommen. Foto: Dünhölter

Düsseldorf/Kreis Gütersloh/Kreis Warendorf (dpa/pa) - In den NRW-Großstädten sei der Zuzugstrend der vergangenen Jahre 2020 gestoppt worden - unter anderem, weil durch Corona-Reisebeschränkungen Zuwanderungen aus dem Ausland weggefallen seien und sich dies besonders auf Großstädte auswirke, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mit. Kleinstädte bis 20.000 Einwohner legten dagegen teils deutlich zu.

Deutliche Verluste in Köln und Düsseldorf

So verzeichnete etwa Nordrhein-Westfalens größte Stadt Köln 2020 fast 4700 mehr Weg- als Zugezogene. In Düsseldorf lagen die Wanderungsverluste bei 1525, in Duisburg bei 1220 Menschen.

Insgesamt sei der Saldo aus Zu- und Wegzug in den NRW-Großstädten erstmals seit zehn Jahren knapp negativ gewesen, so die Statistik. In den Kleinstädten habe es dagegen ein deutliches Wanderungsplus von 3,7 pro 1000 Einwohner gegeben.

Ennigerloh verliert viele Einwohner

In den Kreisen Gütersloh und Warendorf, beide geprägt von mittleren und kleineren Städten und Gemeinden, ergibt sich ein heterogenes Bild. So verzeichnete Sendenhorst mit 11,8 pro 1000 Einwohner ein deutliches Plus beim Zuzug. Auch Ostbevern (+5,8), Ahlen (+5,6), Sassenberg (+3,4) und Warendorf (+0,9) wuchsen 2020.

Auf der anderen Seite verloren Beckum (-0,8), Beelen (-2,8), Drensteinfurt (-1,9), Everswinkel (-5,7), Oelde (-1,8), Telgte (-1,7) und Wadersloh (-1,6) Einwohner. Deutliches Schlusslicht war 2020 Ennigerloh mit einem Wanderungsminus von 9,9 pro 1000 Einwohner. Dennoch gab es im Kreisgebiet mehr Zu- als Wegzüge (+162 mehr Bürger). Die mittlere Jahresbevölkerung lag laut Statistik im Kreis Warendorf bei 280.630 Menschen.

Unterschiedliche Entwicklungen in den Kommunen

Weniger Menschen zu- als weggezogen sind 2020 auch nach beziehungsweise aus Gütersloh. Die einzige Großstadt im Kreis Gütersloh verzeichnete ein Wanderungsminus von 1,5 pro 1000 Einwohnern. Halle (-2,7), Langenberg (-2,8), Rietberg (-3,0), Steinhagen (-1,5) und Werther (-0,7) erging es ähnlich.

Ein teilweise großes Plus gab es hingegen in Herzebrock-Clarholz (+6,0), Versmold (+5,3), Harsewinkel (+5,0), Schloß Holte-Stukenbrock (+3,3), Borgholzhausen (+2,7), Verl (+2,4) und Rheda-Wiedenbrück (+1,5). Für den Kreis Gütersloh insgesamt gab es ein leichtes Bevölkerungsplus von 225 Menschen. Im Jahresmittel 2020 lebten laut Statistik 364.882 Bürgerinnen und Bürger im Kreis Gütersloh.

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