Oliver Knaup († 57) hat in Warendorf viel bewirkt



Der frühere Baudezernent in Warendorf, Oliver Knaup (57), ist tot. Zuletzt Beigeordneter in Euskirchen, hat er auch in Warendorf viel bewegt.

Der frühere Baudezernent der Stadt Warendorf, Oliver Knaup (l.), führte 2011 die Jury für die Bewerbung Warendorfs für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2017 unter anderem über das Gelände des NRW-Landgestüts. Archivfoto: Gabi Wild

Warendorf (pw) - Die Stadt Warendorf trauert um den Technischen Beigeordneten der Stadt Euskirchen, Oliver Knaup, der im Alter von 57 Jahren in der Nacht zum 11. Januar plötzlich und unerwartet verstorben ist.  Der seit 2013 im Dienst der Stadt Euskirchen stehende Verstorbene verantwortete von 2007 bis 2013 als Leitender  Städtischer Baudirektor das Bauamt der Stadt Warendorf. Er habe sich in dieser Zeit „in besonderer Weise um die Entwicklung der Stadt Warendorf verdient“ gemacht, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Büro von Bürgermeister Peter Horstmann (parteilos).

Meilenstein Bewerbung um LGS 2017

Oliver Knaup beim Jurybesuch für die Bewerbung zur Landesgartenschau 2017. Archivfoto: Gabi Wild„Nicht zuletzt sein außerordentliches Engagement für die Bewerbung der Stadt Warendorf um die Landesgartenschau 2017 verdient größte Anerkennung und ist ehemaligen Kolleginnen und Kollegen und Weggefährten in diesen Tagen sehr präsent“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt Warendorf.  

Die Stadtverwaltung sei bestürzt über den unerwarteten Tod eines verdienten Kollegen, „der seine Zeit weit über das übliche Maß hinaus seinem beruflichen Wirken gewidmet hat“. Mit Oliver Knaup verliere die kommunale Familie einen hochengagierten und geschätzten Menschen, den die Stadt Warendorf stets in dankbarer Erinnerung behalten werde.

Tot in Wohnung aufgefunden

Auch in Euskirchen ist die Bestürzung groß. Oliver Knaup leitete seit dem 1. April 2013 das Baudezernat der Stadt . mit den Aufgabenbereichen Planung mit Denkmalpflege, Bauordnung, Gebäudewirtschaft, Tiefbau und Baubetriebshof. Nach Angaben der Stadt Euskirchen war Knaup am Dienstag nicht zur Arbeit erschienen. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert, die den 57-Jährigen tot in dessen Wohnung auffand. 

Nach Informationen der „Kölnischen Rundschau“ ist Knaup „mit hoher Wahrscheinlichkeit eines natürlichen Todes gestorben“, wie das Blatt berichtet. Allerdings sei eine Obduktion angeordnet.

Gebürtig aus Büren in Westfalen

Oliver Knaup wurde 1964 in Büren (Westfalen) geboren, hat 1984 das Abitur in Paderborn abgelegt und bis 1990 an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen mit den Vertiefungsrichtungen Wasserwirtschaft und Wasserbau studiert. Nach dem Referendariat für Siedlungswasserwirtschaft und Abfallwirtschaft begann er 1992 seine berufliche Laufbahn bei der Stadt Leverkusen. 1995 wechselte er zur Projektgruppe Allerheiligen der Stadt Neuss, die die Umsetzung der damals größten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Nordrhein-Westfalen organisierte. 1997 wurde er Tiefbauamtsleiter bei der Stadt Erkelenz. 

Im Januar 2007 kam er als Leiter des Baudezernats nach Warendorf, übernahm später zusätzlich kommissarisch die Leitung des Abwasserbetriebs der Stadt. 2013 wechselte der damals 48-Jährige als Technischer Beigeordneter nach Euskirchen, wo seine Arbeit von Rat und Verwaltung geschätzt war, sodass er im April vorigen Jahres für eine weitere Amtszeit bis 31. März 2029 wiedergewählt worden war. „Er hinterlässt sowohl menschlich als auch dienstlich eine unfassbar große Lücke“, sagte Bürgermeister Sacha Reichelt (parteilos).

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