„Papierkram“ für 29 Kitas im Dekanat Warendorf


Die Zentralrendantur im Dekanat Warendorf übernimmt für die Kirchengemeinden und Kitas zahlreiche Verwaltungsaufgaben. Jetzt wurde sie 50.

Kita-Kinder werden immer jünger: Um die Herausforderungen des Betriebs moderner Kindertagesstätten zu meistern, braucht es eine Verwaltung wie die Zentralrendantur im Hintergrund, die von Warendorf aus 29 Kitas betreut.  Symbolfoto: Annette Riedl/dpa

Warendorf (gl) - 50 Jahre Zentralrendantur in Warendorf – zu diesem Jubiläum fand jetzt eine Feierstunde im Kolpinghaus statt, bei der sich der Verbandsvorsitzende, Kreisdechant Peter Lenfers (St. Laurentius, Warendorf) im Namen der Mitglieder der Verbandsvertreter-Konferenz bei den Mitarbeitern der Zentralrendantur bedankte. 

„Sehr guten Job gemacht“

„Die Zentralrendantur hat in diesen Jahrzehnten immer einen sehr guten Job gemacht. Auch wenn Sie Ihre Aufgaben eher im Hintergrund erledigten, haben Sie mit ihrer Arbeit doch wesentlich zur Entwicklung und zum Wandel in den Gemeinden beigetragen. Dabei haben Sie immer den Unterschied gemacht und waren ein verlässlicher Ansprechpartner für die Kirchengemeinden.“ Er wünschte der Zentralrendantur und den Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg und Freude an der Arbeit: „Mindestens für die nächsten 50 Jahre.“ 

Verwaltungsaufgaben für 29 Kitas

<mediaobject class="imageright" id="X0.5751912898687408" type="image" uid="e8da2735-061a-494c-b8e4-7f7fc2f5b98a" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/e8da2735-061a-494c-b8e4-7f7fc2f5b98a/waf_olgemoeller_jochen.JPEG" uuid="e8da2735-061a-494c-b8e4-7f7fc2f5b98a"><element name="Unterschrift"/><element name="Quelle"/></mediaobject> Der Schwerpunkt der Arbeit umfasst die Personalverwaltung sowie die Betreuung und Entwicklung der 29 Kindertageseinrichtungen. Die Pfarrgemeinden stellen immerhin einen Großteil der Kindergartenplätze im Dekanat zur Verfügung. In den vergangenen Jahren sei der Aufwand dafür erheblich gestiegen, sagt der Leiter der Zentralrendantur, Jochen Olgemöller. (Foto) Schon früh kämen heute Kinder in die Ganztagsbetreuung, erhöhte Standards und besondere Herausforderungen – wie die Betreuung von Inklusionskindern – seien ebenso zu berücksichtigen. 

„Die Herausforderungen angenommen“

Die Kirchengemeinden hätten in Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Bistum Münster diese Herausforderungen angenommen. Mit hohem Aufwand und Engagement sei heute ein Großteil der Einrichtungen bereits modernisiert oder würden in den nächsten Jahren, unter Berücksichtigung der ständig steigenden Vorgaben, saniert und erweitert. Die Einrichtungen stünden allen Kindern und Familien offen.

Die Ausschüsse in den Gemeinden, die Kita-Verbundleitungen und die Einrichtungsleitungen entwickelten moderne Betreuungsangebote, Erziehungskonzepte und Alleinstellungsmerkmale, insbesondere durch die Umsetzung pädagogischer Konzepte mit christlichen Hintergründen und Werten.

Vernetzung ist wesentlicher Baustein

Um den aktuellen und künftigen Herausforderungen begegnen zu können, werde in der Zentralrendantur kontinuierlich sowohl an der Verbesserung der organisatorischen und technischen Abläufe als auch an den Kommunikationsprozessen zu den vielfältigen Gruppen und Ansprechpartnern gearbeitet, verspricht Leiter Jochen Olgemöller. Die Vernetzung untereinander als auch die Aus -und Weiterbildung der Mitarbeiter sei dafür ein wesentlicher Baustein. 

Ende 2021 werde die Einführung eines digitalen Gremieninformationssystems abgeschlossen sein. Es diene der systematisierten und professionellen Vor- und Nachbereitung von Sitzungen und der raschen Umsetzung der gefassten Beschlüsse. Die Umstellung auf eine vollständig digitale Aktenführung und weitere Prozess- und Software-Optimierungen stünden an. Damit werde eine sparsame, effiziente, schnelle und dienstleistungsorientierte Verwaltung ermöglicht. 

Aufgabengebiet wird immer komplexer

Aufgrund der immer komplexer werdenden Sachverhalte und Regelungen sei die Zentralrendantur schon heute ein von den Kirchengemeinden und Ehrenamtlichen gefragter und akzeptierter Berater, sagt Olgemöller. Zum 50-jährigen Bestehen wird auch die neue Internetseite der Zentralrendantur freigeschalte (www.zr-warendorf.de). Neben vielen Informationen und Links zu weiteren Ansprechpartnern würden dort auch Anzeigen für attraktive Stellen in den Gemeinden und in der Zentralrendantur veröffentlicht.

Hintergrund: Zentralrendantur

„Beginnend am 1. April 1971 wird im Haus an der Münsterstraße 25 ein Zentralbüro zur Übernahme der Verwaltungsaufgaben im Dekanat Warendorf eingerichtet.“ So beschloss es der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Marien unter der Leitung von Dechant Werner Dirkes vor 50 Jahren. Aus einem weiteren Dokument des Bistumsarchivs geht hervor, dass 1982 die Zentralrendantur in Warendorf bereits für 27 Pfarreien die Verwaltungstätigkeiten übernommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt war sie damit die größte im Bistum Münster. Mittlerweile ist die Rendantur – nach Jahrzehnten an der Geiske – im Haus der Kirchstraße 16 (Foto) angesiedelt. 

<mediaobject class="imageleft" id="X0.3277011412216122" type="image" uid="4e769d00-dba0-4427-93ed-cc21b6be249b" url="http://ecms.die-glocke.de/alfresco/d/d/workspace/SpacesStore/4e769d00-dba0-4427-93ed-cc21b6be249b/waf_zentralrendantur.JPEG" uuid="4e769d00-dba0-4427-93ed-cc21b6be249b"><element name="Unterschrift"/><element name="Quelle"/></mediaobject>Auch heute noch kümmert sich die Zentralrendantur um die Verwaltungsangelegenheiten der heute neun Kirchengemeinden des Dekanats. „Wir unterstützen die katholischen Kirchengemeinden und Kindertagesstätten darin, dass sie Raum und Räume für ihre Aufgaben und Aktivitäten haben“, sagt Jochen Olgemöller, Leiter der Rendantur. Die in drei Referaten arbeitenden 22 Mitarbeiter haben dabei insbesondere die Abwicklung der Verwaltungsaufgaben und die Beratung der ehrenamtlichen Kirchenvorstände der im Verband angeschlossenen Kirchengemeinden im Blick. 

Dabei handelt es sich nach Angaben der Rendantur um die Gemeinden St. Johannes Baptist (Beelen), St. Magnus-St. Agatha (Everswinkel, Alverskirchen), St. Lucia (Harsewinkel, Greffen, Marienfeld), St. Ambrosius (Ostbevern-Brock), St. Johannes (Sassenberg, Füchtorf), St. Marien (Telgte-Westbevern), St. Laurentius (Warendorf), St. Bartholomäus (Einen-Müssingen, Milte) sowie St. Bonifatius und Lambertus (Freckenhorst, Hoetmar).

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.