Symbolischer Spatenstich für das „Haus der Vereine“


Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Samstag der Umbau des Freckenhorster Pfarrheims zum „Haus der Vereine“ gestartet.

Es kann losgehen: (v. l.) MdB Henning Rehbaum, MdL Annette Watermann-Krass, MdL Daniel Hagemeier, Architekt Heribert Sickmann, Bürgermeister Peter Horstmann und der Vorsitzende des Trägervereins, Heinz-Peter Zwicker, beim „Spatenstich. Foto: Rieder

Freckenhorst (jor) - Das neue Zuhause hat zunächst einmal einen stolzen Preis: 1,5 Millionen Euro werden – so die Planung –bei Fertigstellung verbaut worden sein. Eine Investition, die sich sicherlich lohnen wird. Denn das neue „Haus der Vereine“, wie das ehemalige Pfarrheim St. Bonifatius in Freckenhorst zukünftig heißen wird, soll ein Haus für alle Bürger werden. Dies betonte der Vorsitzende des Trägervereins, Heinz-Peter Zwicker, bei der Begrüßung der Gäste, die am Samstag zum symbolischen Spatenstich erschienen waren, ausdrücklich. 

Nutzungsmöglichkeiten ambitioniert

Da es sich um einen Umbau handelt, konnte der Spatenstich wirklich nur symbolisch sein, denn die Pflastersteine vor dem Haus waren für den üblichen Sandwurf zu massiv. Massiv schienen auch die Hürden, die es für den rund 860 Quadratmeter umfassenden Umbau zu überwinden gab, weil die beabsichtigten umfänglichen Nutzungsmöglichkeiten sehr ambitioniert sind. Beispielsweise soll es durch eine ausgeklügelte Schallschutzplanung Chören möglich sein, im unteren Bereich zu proben, während im Dachgeschoss zeitgleich Proben von Musikern mit tongewaltigen Blasinstrumenten stattfinden. 

Keine übermäßige Geräuschbelastung

Das Architekturbüro Sickmann hat Wege zur Realisierung nicht nur dieser Wünsche gefunden. Auch der Sorge von Anwohnern vor einer übermäßigen Geräuschbelästigung konnte Rechnung getragen werden. Eine Lüftungsanlage sorgt für Luftaustausch, ohne die Fenster öffnen zu müssen, wie Maria Pälmke vom Architekturbüro und Werner Haase-Hövelmann von der Stadt Warendorf erläuterten. Die Öffnungsmöglichkeit zum Fensterputzen bleibe aber bestehen. 

Haus verändert sich auch äußerlich

Die Installation einer Photovoltaikanlage ist aus Denkmalschutzgründen nicht möglich. Trotzdem wird der Umbau das Haus auch äußerlich verändern. Der jetzige Eingang wird ein Stück weit Richtung Kirche verlegt und die freiwerdende Fläche bietet Platz für eine geräumige Küche. Auch daran zeigt sich, dass das „Haus der Vereine“ nicht nur für die Musiker geplant ist. Die warten allerdings dringend auf die Fertigstellung, da die Ausweichmöglichkeiten begrenzt sind und auch nur begrenzte Möglichkeiten bieten. 

Stadt, Bund und Land beteiligen sich

Die von Bürgermeister Peter Horstmann in seinen Worten genannte erhoffte Fertigstellung im August 2022 wird daher in ihren Ohren wie Musik geklungen haben. An der geplanten Bausumme, von der die Stadt zehn Prozent übernimmt, beteiligen sich der Bund mit 75 Prozent und das Land NRW mit 15 Prozent. Daher waren auch der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum sowie die Landtagsabgeordneten Annette Watermann-Krass und Daniel Hagemeier zu der kleinen, unter 3G-Regeln abgehaltenen Feier gekommen. Die wurde, angesichts der geplanten Nutzung sehr passend, von einer großen Gruppe aus Mitgliedern des Orchestervereins, des Spielmannszugs und des Berittenen Fanfarenzugs musikalisch begleitet.

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