Wahlen in der Pfarrgemeinde finden per Brief statt


In Einen-Müssingen und Milte werden  die Mitglieder von Pfarreirat und Kirchenvorstand Anfang November per Briefwahl bestimmt.

Die Vorbereitungen für die Wahlen zum Pfarreirat und zum Kirchenvorstand in der katholischen Pfarrei St. Bartholomäus in Einen-Müssingen und St. Johannes der Täufer in Milte haben die Mitglieder des Wahlausschusses, (v. l.) Alfons Aerdker, Pfarrer Rainer Hermes, Martina Rowald, Britta Stratmann, Michael Holzkamp und Anne Schulze Westhoff, getroffen.

Einen-Müssingen / Milte (gl). Die katholische Pfarrei St. Bartholomäus in Einen-Müssingen und St. Johannes der Täufer in Milte führt am Samstag und Sonntag, 6. und 7. November, die Wahlen zum Pfarreirat und zum Kirchenvorstand durch. 

Doch was sind das für Gremien? Der Kirchenvorstand vertritt die Kirchengemeinde. Er ist zuständig für die finanziellen und verwaltungsmäßigen Angelegenheiten der Kirchengemeinde. Insbesondere stellt er den Haushalt auf und berät und entscheidet in allen vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Auf diese Weise stellt er die Rahmenbedingungen der Seelsorge – insbesondere der pastoralen Arbeit des Pfarreirates – sicher. Konkret kümmert sich der Kirchenvorstand beispielsweise um finanzielle Ausgaben, Einstellung von Mitarbeitenden, Vermietung und Verpachtung von kirchlichen Immobilien, Betrieb von Kindertagesstätten und andere Rechtsgeschäfte. 

Pfarrgemeinderat zuständig für pastorale Anliegen

Der Pfarrgemeinderat hingegen befasst sich mit den pastoralen Anliegen der Kirchengemeinde. Traditionell kümmern sich die Ausschüsse des Gremiums um die Grundvollzüge der Kirche: Liturgie, Katechese und Diakonie. Die Belange, mit denen sich die Mitglieder der beiden Gremien – zudem als Ehrenamtliche – beschäftigen, sind oft von öffentlichem Interesse. Gerade die Entscheidungen zu Fragen der Kindertageseinrichtungen, der Pfarrbüchereien oder der finanziellen Ausstattung der Jugendpastoral betreffen gesellschaftliche Bereiche, die jenseits des Tellerrands einer kleinen Gottesdienstgemeinde liegen, heißt es in einer Mitteilung der Pfarrei. 

18 Kandidaten stehen bereit

In der Pfarrei St. Bartholomäus und St. Johannes der Täufer werden im November vier neue Kirchenvorstandsmitglieder und zwölf Pfarreiratsmitglieder gewählt. Sechs Frauen und Männer haben sich zur Kandidatur für den Kirchenvorstand bereit erklärt. Zwölf Gemeindemitglieder treten für die Wahl zum Pfarreirat an. Über die Bereitschaft dieser Kandidaten, sich der Aufgaben im Kirchenvorstand und im Pfarreirat zu stellen, sind die Verantwortlichen sehr froh. Es sei ein ermutigendes Zeichen, dass Gemeinde vor Ort sich von der Basis her trage.

Briefwahlunterlagen für alle Pfarreimitglieder

In der Vorbereitung haben die bislang amtierenden Gremien beschlossen, die Wahl als Allgemeine Briefwahl zu gestalten. Bei diesem Wahlverfahren bekommen alle Wahlberechtigten die Briefwahlunterlagen zugeleitet. Die Verantwortlichen machen darauf aufmerksam, dass manchem Mitglied der Pfarrei die Briefwahlunterlagen gleich zweimal zugehen werden, da die Wahlberechtigung in Bezug auf das Mindestalter unterschiedlich ist (Kirchenvorstandswahl ab 18 Jahren und seit einem Jahr wohnhaft an dem Ort der Kirchengemeinde, Pfarreiratswahl ab 14 Jahren). Die Unterlagen beinhalten den Briefwahlschein, den Stimmzettel, den Stimmzettelumschlag und einen Wahlbrief mit dem Frankiervermerk „Entgelt zahlt Empfänger“. 

Bistum finanziert Unterlagen

Um die Pfarrei bei den Vorbereitungen einer Allgemeinen Briefwahl zu entlasten, hat sich das Bistum zur Herstellung der Unterlagen sowie zu deren Finanzierung bereit erklärt. Ebenso trägt das Bistum die Kosten für die Rücksendung des Wahlbriefes vom Wahlberechtigten an die jeweilige Kirchengemeinde. Den Wahlbrief können die Wählerinnen und Wähler per Post senden oder persönlich in einem der Pfarrbüros sowie zum Wahlsonntag in den Wahllokalen abgeben. Dabei gilt für Milte, dass das Wahllokal im Pfarrheim am Samstag, 6. November, von 16.30 bis 18.30 Uhr und am Sonntag, 7. November, von 8.30 bis 10.30 Uhr geöffnet hat. Im Pfarrheim von Einen wird das Wahllokal am Samstag von 18 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 12 Uhr geöffnet sein. Die Wahllokale schließen um 12.30 Uhr. 

Auszählung läuft öffentlich

Danach wird der Wahlvorstand gegen 13 Uhr damit beginnen, die Stimmen auszuzählen. Die Auszählung der Stimmen ist öffentlich. Spätestens zum Montag, 8. November, wird das Wahlergebnis unter anderem per Aushang bekannt gegeben. Von diesem Verfahren versprechen sich die Verantwortlichen in der Pfarrei, dass die Bedeutung der Gremien deutlicher hervortritt. Weitere Informationen hält die Kirchengemeinde auf einem padlet, einer digitalen Pinnwand, unter der Adresse padlet.com/hermesr2/7j96ttm3t0gcuopl bereit.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.