Warendorf: Bürgerbus mit vielen Neun-Euro-Passagieren


Der Bürgerbus Warendorf Nord befördert wieder so viele Passagiere wie vor Corona. Das Neun-Euro-Ticket war auch dort beliebt.

Der Bürgerbus Warendorf Nord befördert wieder so viele Passagiere wie vor Corona. 

Die Mitglieder des Bürgerbusvereins Warendorf Nord haben auf der Jahreshauptversammlung ihren Vorsitzenden Klaus Artmann für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

In seinem Rückblick im Dreibrückenhof auf das vergangene Vereinsjahr hob Artmann hervor, dass alle Vereinsmitglieder insgesamt mehrere Tausend Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr in ihr Projekt einbringen. Der Vorsitzende bedankte sich bei allen aktiv Beteiligten.

Fahrgastzahlen wie vor Corona

Die Fahrgastzahlen seien wieder auf das Niveau vor der Coronazeit gestiegen, berichtete Artmann. Der Bürgerbus war auch in das Neun-Euro-Ticket eingebunden: Im August beförderte der Bürgerbus Nord 400 Fahrgäste mit diesem Ticket. „Bürgerbusse schließen hier eine Lücke im ÖPNV, die von den gewerblichen Betrieben offen gelassen wird“, sagte der Vorsitzende. „Somit erfüllen sie auch eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe.“ Die Zahlen machten aber auch deutlich, dass die Bürger die öffentlichen Verkehrsmittel häufiger nutzten, wenn der Preis stimme.

Die Kassenprüfer Anne Beuse und Renate Kuhlmann bescheinigten Kassierer Markus Haffke eine einwandfreie Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes. Die Mitglieder stimmten zu.

Fahrerinnen und Fahrer gesucht

Der bisherige Schriftführer Goetz Pallandt schied auf eigenenEinen Teil des Vorstands beim Bürgerbus Warendorf Nord bilden (v. l.) Marco Butler (Fahrplanchef), Axel Lochhofe (Fahrdienstleiter), Ines Kanamüller (Schriftführerin), Renate Kuhlmann (Kassenprüferin), Dr. Rodolfo Weber (stellvertretender Vorsitzender) und Klaus Artmann (Vorsitzender). Wunsch aus. Klaus Artmann dankte ihm für seine jahrelange erfolgreiche Arbeit. Zu seiner Nachfolgerin wurde Ines Kanamüller gewählt.

Gegen Ende der Versammlung diskutierten die Mitglieder ein Problem, das die Arbeit des Vereins schon länger begleitet: Immer wieder müssen Fahrer beim Erreichen der Altersgrenze, etwa im 80. Lebensjahr, oder auch aus persönlichen Gründen aus dem Fahrdienst ausscheiden. Die dadurch entstehenden Lücken können nur teilweise gefüllt werden. Die Zahl der Fahrer nimmt immer mehr ab. „Jede Frau und jeder Mann, die im Besitz eines gültigen Pkw-Führerscheins sind, können den Bus nach einer ärztlichen Untersuchung fahren“. teilt der Verein mit. Der Verein freut sich über alle Bewerberinnen und Bewerber.

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