Warendorf: Schüler erlernen die Kunst des Kartenlesens


Die Schüler der Klasse 7c am Gymnasium Laurentianum haben einen besonderen Einblick in das geografische Arbeiten mit Landkarten erhalten.

Schüler der 7c bei der Kartenarbeit: (v. l.) Amelie Schulte, Vincent Beckmann, Moritz Zurwieden und Lasse Tecklenborg.

Warendorf (gl) - Ein Team von Studenten des Instituts für Didaktik der Geografie der Universität Münster unter der Leitung von Tobias Ulmrich führte die Klasse durch einen selbst entwickelten Lernparcours mit dem Titel „Karten lesen: (k)eine Kunst“. Im Zentrum des Interesses stand dabei die Frage, warum sich Menschen im Umfeld eines aktiven Vulkans ansiedeln.

Der Vulkan Ätna steht im Mittelpunkt

Zur Beantwortung dieser Frage wandten sich die Jugendlichen dem Ätna auf Sizilien zu. Anhand einer landwirtschaftlichen Karte, die als Leitmedium diente, lernten die Jugendlichen zunächst die Farb-, Punkt- und Symbolsignaturen mithilfe der Legende zu entschlüsseln, um so einen Eindruck von den topographischen Gegebenheiten zu bekommen.

Fiktive Reise

Eine fiktive Reise mit verschiedenen Etappen zum Vulkankrater verhalf den Schülern zu einem Einblick in die physische Beschaffenheit des Untersuchungsraums. Die dritte Station machte die Klasse näher mit der Landwirtschaft und dem Leben am Vulkan vertraut und zeigte vor allem die Standortvorteile des fruchtbaren Vulkanbodens für die Kulturpflanzen auf.

Im letzten Arbeitsschritt ging es um eine Beurteilung der zuvor gewonnenen Erkenntnisse sowie den Vor- und Nachteilen verschiedener kartographischer Darstellungen. Am Ende der Arbeitsphase erfolgte eine Auswertung in der Großgruppe mit den Studenten.

Feedback für die Studenten

Hierbei stand nicht nur das Gelernte im Vordergrund, sondern auch eine Rückmeldung zu den Erfahrungen mit dem Lernparcours. So schlüpften die Schüler nicht nur in die Rolle der Lernenden, sondern gaben den Studenten ein kritisches Feedback zum Projekt – schließlich geht es den Lehramtsstudenten auch darum zu erfahren, wie ihr Projekt in der Schule ankommt und wo Überarbeitungen sinnvoll erscheinen. „Das war ein super Projekt und hat richtig Spaß gemacht“, war allerdings eine verbreitete Meinung unter den Gymnasiasten.

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