Warendorfer Eltern wollen mehr Flexibilität in OGS




Müssen die Strukturen der Offenen Ganztagsschule flexibler werden? In der Politik in Warendorf wird jetzt ein Elternantrag diskutiert.

Für die Strukturen in der Offenen Ganztagsschule wünschen sich einige Warendorfer Eltern mehr Flexibilität. Foto: dpa

Warendorf (sbr) - Aus der Elternschaft hatte den Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Warendorf ein Antrag erreicht, der in der  Sitzung am Montagabend auf der Tagesordnung stand. Die Initiatoren haben sich zum Ziel gesetzt, die Offene Ganztagsschule (OGS) an den Grundschulen dahingehend zu reformieren, dass Eltern nicht zwingend an allen Wochentagen von dem Angebot für ihre Kinder Gebrauch machen müssen. Außerdem plädieren sie dafür, eine Betreuung in den Ferienzeiten auch dann zu ermöglichen, wenn die Kinder während des laufenden Schuljahrs nicht an der OGS teilnehmen. 

Aktuelle Organisation geht am Bedarf vorbei

„Die aktuelle Organisation der OGS entspricht nicht dem heutigen Bedarf vieler Familien“, heißt es in der Begründung. So lange die Kinder in die Grundschule gingen, sei es in den meisten Fällen so, dass ein Elternteil in Voll-, der andere in Teilzeit arbeite. Folglich hätten viele Familien die Möglichkeit, ihren Nachwuchs an einigen Tagen nach dem regulären Unterricht selbst zu betreuen. „Ein Großteil der Eltern wünscht sich daher an dieser Stelle die Flexibilität, zu Beginn eines Schuljahres festzulegen, an welchen Wochentagen sie ihr Kind in die OGS bringen möchten und an welchen nicht“, schreiben die Antragsteller weiter. 

Nachmittagsbetreuung nicht an jedem Wochentag nötig

Gewisse Vorgaben seien sicher notwendig, aber ihrer Meinung nach muss es möglich sein, „Eltern nicht dazu zu verpflichten, ihr Kind jeden Tag in der Woche in die OGS zu geben, obwohl eine Versorgung bis in den Nachmittag nur an ein oder zwei Tagen in der Woche nötig wäre“. Die Option, die Kinder an einigen Tagen nach Hause holen zu dürfen, um an den Unterrichtsinhalten und der Betreuung der Hausaufgaben teilzuhaben, wird besonders in den ersten beiden Schuljahren gewünscht, „in denen alles neu für die Kinder und ein Schultag allein schon sehr anstrengend ist“.

Fachausschuss soll weiter beraten

Den Initiatoren ist laut eigener Aussage bekannt, dass es Eltern gebe, die die OGS nur in Anspruch nähmen, weil sie sonst die Ferienzeit nicht überbrücken könnten, die aber sehr wohl die Möglichkeit hätten, ihr Kind mittags nach Hause zu holen, es aber nicht dürften. „Das entspricht unserer Meinung nach keiner guten Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, heißt es. Das Gremium entschied Montagbend, den Antrag in den zuständigen Fachausschuss zu übertragen.

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