Warendorfer mit Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet


Der Tag seiner Meisterprüfung vor 50 Jahren ist dem Warendorfer Maschinenbaumeister Heinrich Büscher noch gut in Erinnerung.

Den Goldenen Meisterbrief überreichte Thomas Melchert (links), stellvertretender Geschäftsführer Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung, dem Maschinenbauermeister Heinrich Büscher (2. v. l.). Seine Ehefrau Annegret Büscher freut sich mit dem Jubilar. Foto: Baumjohann

Warendorf (bjo) - Die Überraschung für die Familie ist vor 50 Jahren gelungen – und sie gelang Heinrich Büscher und seiner Frau Annegret jetzt wieder. Während die Familie vor fünf Jahrzehnten zwar wusste, dass sich Heinrich Büscher neben dem Beruf mit Kursen auf die Meisterprüfung vorbereitete, der Prüfungstermin aber ein gutgehütetes Geheimnis blieb, erfuhren Kinder, Schwiegerkinder und Enkel von der Verleihung des Goldenen Meisterbriefs an den gebürtigen Warendorfer erst am Nachmittag durch ein von Annegret Büscher verschicktes Handy-Foto.

Erfolgreiche Meisterprüfung vor 50 Jahren

Gerade zwei Jahre verheiratet waren Heinrich und Annegret Büscher am 1. Juli 1971. Damals hatte Annegret die Aufgabe, ihren Heinrich auf der Baustelle zu entschuldigen, während der nach Münster fuhr, um seine Meisterprüfung abzulegen. Klar, dass nach der Rückkehr aus der Westfalenmetropole nicht mehr viel gearbeitet wurde auf der Baustelle. Schließlich galt es, die bestandene Meisterprüfung und den frischgebackenen Maschinenbauer-Meister gebührend zu feiern.

Bei der Vorbereitung zur erfolgreichen Prüfung hatte Annegret Büscher ihren Mann vor fünf Jahrzehnten tatkräftig unterstützt, indem sie den Prüfungsstoff immer wieder abfragte. Zu wenig zu tun gab es damals nicht: Neben dem Beruf und der Prüfungsvorbereitung baute das Paar, das im kommenden Jahr seine Goldene Hochzeit feiern kann, mit der Unterstützung der Familie und von Freunden sein Haus am Nordufer.

Rückblick auf die berufliche Laufbahn des Jubilars

Den Goldenen Meisterbrief überreichte jetzt Thomas Melchert. Der stellvertretende Geschäftsführer im Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung der Handwerkskammer Münster blickte auch auf die berufliche Laufbahn des Jubilars zurück und erinnerte daran, dass Heinrich Büscher 1960 seine Lehre bei der Landmaschinenfabrik Gebrüder Hagedorn begonnen hatte. Drei Jahre später bestand er die Maschinenschlosserprüfung, es folgten 18 Monate bei der Bundeswehr und eine Gesellenzeit bei der Firma Hagedorn, während der er sich nebenberuflich auf die Meisterprüfung vorbereitet hatte.

Bis 1981 war Heinrich Büscher bei Hagedorn, ab dem 1. Januar 1982 war er genau für ein Vierteljahrhundert und bis zum Eintritt in die Rente bei der Maschinenfabrik Lohmann in Westkirchen als Maschinenbauermeister beschäftigt. Fortbildungen waren dem dreifachen Vater und stolzen Großvater immer wichtig. Zum Schweißfachmann qualifizierte er sich 1973.

Bis zum Renteneintritt als Prüfer aktiv

Heinrich Büscher besuchte Seminare zur Steuerung von Arbeitsabläufen (REFA im Handwerk, 1977), legte die Prüfung zum Betriebswirt im Handwerk 1997 erfolgreich ab und darf sich nach erfolgreichem Lehrgangsbesuch auch „EU-Schweißfachmann“ nennen. Dem Warendorfer lag stets auch die Ausbildung am Herzen, gehörte er doch von 1976 bis zu dessen Auflösung dem Prüfungsausschuss „Metall Warendorf 15“ der Industrie- und Handelskammer Münster an und wurde zudem 1999 in den Prüfungsausschuss „Industriemechaniker Beckum“ berufen, in dem er bis zum Renteneintritt als Prüfer aktiv blieb.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.