Warendorfer Regionalbischof besucht Realschule


Beim Besuch in der Bischöflichen Realschule in Warendorf  informierte sich Regionalbischof Dr. Stefan Zekorn über das Schulleben im Neubau.

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn (r.) hat die Bischöfliche Realschule in Warendorf besucht und sich unter anderem von Schulleiterin Claudia Tennstedt und Schulseelsorger Jens Hagemann durch den Erweiterungsbau führen lassen.

Warendorf (pbm / acl) - Zwei Jahre lang lernen die Schülerinnen und Schüler der Bischöflichen Realschule in Warendorf bereits in den Räumen des Neubaus, der kurz vor Beginn der Corona-Pandemie fertiggestellt worden ist. Doch die offizielle Einweihung musste pandemiebedingt mehrmals verschoben und letztlich abgesagt werden. Für Weihbischof Dr. Stefan Zekorn war es deshalb der erste Besuch nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus. 

Treffen corona-bedingt in kleinem Rahmen

Der Regionalbischof unter anderem für das Kreisdekanat Warendorf ließ sich von Schulleiterin Claudia Tennstedt und einigen Lehrinnen und Lehrern die mittlerweile Räume zeigen und kam anschließend mit den Pädagogen ins Gespräch. Aufgrund der anhaltenden Corona-Situation fand der Besuch in kleinem Rahmen statt. Schülern begegnete Zekorn lediglich bei der Besichtigung des neuen Gebäudes, so bei der Koch-AG in der Schulküche.

Gute Erinnerung an Einweihung 2011

An die Einweihung des Südflügels, der 2011 in Betrieb genommen wurde, konnte sich der Weihbischof noch gut erinnern. Begeistert zeigte er sich jetzt vom Erweiterungsbau, der unter anderem Klassenräume und Fachräume für Musik, Werken, Textil und naturwissenschaftliche Fächer umfasst sowie Verwaltungsräume, das Selbstlernzentrum und die hochmoderne Aula. 

Kreuzgestaltung in der Aula fällt auf

In der Aula fiel dem Besucher sofort das außergewöhnliche Kreuz auf, das Lehrer Thomas Kisker aus Bibelseiten erstellt und mit stimmungsvoller Beleuchtung versehen hat. „Ein toller Platz für ein solches Kreuz, das die Blicke auf sich zieht“, freute sich Zekorn. Ein besonderer Ort ist der sogenannte Freiraum, in dem der Weihbischof schließlich mit den Lehrern ins Gespräch kam. „Dieser Raum soll frei sein von allem Leistungsdruck“, erklärte Schulseelsorger Jens Hagemann, „bei Impulsen, Gottesdiensten oder Stillezeiten sollen die Schülerinnen und Schüler dem lauten und manchmal hektischen Alltag entfliehen können.“ 

Pilgern als  Unterrichtsprojekt

Im gemeinsamen Austausch ging es neben den Themen Digitalisierung und Schulalltag in Corona-Zeiten auch um die Frage, wie den Kindern und Jugendlichen spirituelle und religiöse Erfahrungen ermöglicht werden können. Zusätzlich zu verschiedenen Teamtagen stellten die Verantwortlichen dem Weihbischof das Projekt Pilgern vor, bei dem die Schüler der zehnten Jahrgangsstufe jährlich drei Tage lang im Wiengebirge pilgern. „Es geht um ein gemeinsames Unterwegssein und ein bewusstes Nachdenken über Fragen, die im Alltag nur wenig Platz haben“, beschrieb Hagemann. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen sowohl von Schülern als auch von Lehrerkollegen ist das Angebot mittlerweile fest im im Schuljahr etabliert

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