Warendorfer SU freut sich über Kunstrasenplätze


Die Zeit der Schürfwunden hat ein Ende: Die beiden neuen Kunstrasenplätze am Warendorfer Stadtstation sind eingeweiht worden.

Fußbälle als Dankeschön überreicht: (v. l.) Bürgermeister Peter Horstmann, Karl Lammers und Michael Grothues. Fotos: Reimann

Warendorf (dor) -  Unter dem Motto „aus Asche wird Rasen“ sind am Samstag – passend zum 50-jährigen Bestehen der WSU Warendorf – die beiden neuen Kunstrasenplätze am Warendorfer Stadtstation offiziell eingeweiht worden. Zahlreiche Vereinsmitglieder, Vertreter aus Rat und Verwaltung, Sponsoren, Freunde und Förderer feierten mit.

WSU muss lange warten

„Was lange währt, wird endlich gut“ lautet ein Sprichwort, das die Entwicklungsgeschichte des neuen Kunstrasenplatzes der WSU trefflich beschreibt. Es dauerte einige Zeit, bis das Projekt realisiert werden konnte. Zum Schluss aber gab es das Happy-End. „Hier ist etwas Großartiges entstanden, viele Vereine beneiden uns um diese Sportanlage“, konstatierte der Leiter der WSU-Fußballabteilung, Michael Grothues, in seiner Begrüßungsansprache, in der er den langen Weg vom Asche- zum Kunstrasenplatz nachzeichnete.

Bereits 2014 habe die WSU nach Hoetmar, Müssingen und Freckenhorst als vierter Kandidat einen Antrag auf einen weiteren Kunstrasenplatz gestellt. Aufgrund der Größe des Vereins und der zahlreichen Mannschaften habe das Projekt im Sportentwicklungsplan 2016 zunächst auch an erster Stelle gestanden, erinnerte Grothues.

Im Rat jedoch wurde auf die ebenso wichtige Entwicklung der Ortsteile hingewiesen, woraufhin sich die WSU hintanstellen musste. Im Jahr 2018 wurde der Kunstrasenplatz in Müssingen, ein Jahr später ein ebensolcher in Hoetmar realisiert.

Platz für 32 Mannschaften

Im Oktober 2021 – nach pandemiebedingt verzögertem Baubeginn sowie schwierigen Untergrundverhältnissen – konnte erstmals auf den neuen Kunstrasenplätzen auf der WSU-Anlage trainiert werden.

Zahlreiche Sportbegeisterte waren bei der Eröffnung der Kunstrasenplätze am Samstag dabei.„Es ist vollbracht, vorbei sind die Zeiten blutiger Schürfwunden an Knien und Beinen“, freute sich auch WSU-Präsident Ralf Sawukaytis über die neuen Kunstrasenplätze. Auf teppichweichem Untergrund in Rasenoptik können sich die 32 Fußballmannschaften der WSU nun in der 7000 Quadratmeter umfassenden Aventus-Arena die Bälle zuspielen und den Gegnern das Fürchten lehren.

Wie schon Grothues zuvor dankte Sawukaytis allen, die mit Geld, Muskelkraft und Sachspenden zum Gelingen beigetragen haben, allen voran der Stadt Warendorf, die mit 875.000 Euro den Hauptkostenblock des Kunstrasenplatzes geschultert hat.

Bürgermeister sieht Geld gut angelegt

Die Investition in den Kunstrasenplatz sieht Bürgermeister Peter Horstmann als gut angelegtes Geld. „Die Fußballabteilung ist mit 850 Mitgliedern und 32 Mannschaften eine der tragenden Säulen des Vereins.“ Dass allein 28 Jugendmannschaften gemeldet seien, zeige, wie bedeutsam die Jugendarbeit des Vereins sei, so Horstmann weiter.

„Wir freuen uns, dass wir mit dem Kunstrasenplatz eine gute Grundlage für die Jugendarbeit geschaffen haben.“ Der Bürgermeister hob in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Politik, Verein und Sponsoren hervor, bezeichnete daher den Kunstrasenplatz als Gemeinschaftsprojekt. Er dankte ebenfalls allen Beteiligten, die sich engagiert haben und stets am Ball geblieben sind, um das Projekt erfolgreich zum Ende zu bringen.

Wakage-Hüpfer tanzen zur Eröffnung

Farbenfroher Auftritt: Die Wakage-Hüpfer boten zur Einweihung der Kunstrasenplätze beste Unterhaltung. Kai Lammers, Geschäftsführer des Unternehmens Aventus, bezeichnete es als Herzschlagmoment, in einem Stadion zu stehen, das den Namen der eigenen Firma trägt. Wie er sagte, habe das Unternehmen, das bereits seit 150 Jahren im Münsterland vertreten sei, das Projekt gern unterstützt. „Wir sind erst seit 2019 mit einem Büro in Warendorf vertreten, fühlen uns hier gut aufgenommen und sehr wohl und haben uns daher gern in dieses Projekt eingebracht“, so Lammers. „Jetzt freuen wir uns auf spannende Ligaspiele und erfolgreiche Turniere“, so Lammers.

Fußballspiele fanden zwar nach den Wortbeiträgen nicht statt, dafür aber brachten die Wakage-Hüpfer und -Flöckchen schwungvolle Tanzdarbietungen. Die fanden ebenso großen Anklang wie Hüpfburg, Bratwurststand und Cafeteria. Am Vormittag hatte der vom Förderverein organisierte Sponsorenlauf mit 180 Teilnehmern eine stolze und erfreuliche Beteiligung zu verzeichnen.

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