Westpreußen-Museum in Warendorf hat neue Direktorin


Das Westpreußische Landesmuseum im ehemaligen Kloster Warendorf hat eine neue Direktorin: Dr. Gisela Parak startet am 2. November.

Das Danzigzimmer wird in der Dauerausstellung des Westpreußischen Landesmuseums im ehemaligen Franzoskanerkloster Warendorf präsentiert Mit Dr. Gisela Parak erhält das Museum jetzt eine neue Leiterin.

Warendorf (gl) - Der Stiftungsrat der Kulturstiftung Westpreußen hat Dr. Gisela Parak zur neuen Direktorin des Westpreußischen Landesmuseums gewählt. Sie wird ihre Tätigkeit in Warendorf am 2. November aufnehmen. 

Langjährig in  Museumsarbeit tätig

Dr. Gisela Parak ist die neue Direktorin des Westpreußischen Landesmuseums.Die 44-jährige promovierte und habilitierte Kunsthistorikerin verfügt laut Pressemitteilung des Stiftungsrats über eine langjährige Erfahrung in der Museumsarbeit, der Ausstellungspraxis sowie der interdisziplinären Forschung. Nach einem Studium an der Akademie der Bildenden Künste und der Ludwig-Maximilians-Universität in München promovierte sie dort 2008. 

Stationen ihrer beruflichen Tätigkeit waren unter anderem Washington, St. Louis, Braun-schweig, Freiberg und Bremerhaven. Der Stiftungsrat folgte mit seiner einstimmigen Entscheidung dem ebenfalls einhelligen Votum einer von ihm eingesetzten siebenköpfigen Kommission, die von Repräsentanten der Trägerstiftung und der Geldgeber sowie externen Beratern gebildet worden war. 

Parak soll Museum „neu ausrichten“

Bei seiner Entscheidung kam der Stiftungsrat zu der Überzeugung, dass es Dr. Parak gelingen wird, die unterschiedlichen Dimensionen des Hauses von der Forschung über tragfähige Ausstellungskonzeptionen bis zur Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik „in überzeugender Weise neu auszurichten“. Sie lasse, wie Ulrich Bonk, der Vorsitzende des Stiftungsrates, hervorhob, vielversprechende Voraussetzungen dafür erkennen, „dass sich das Westpreußische Landesmuseum unter ihrer Leitung stärker die Perspektiven der aktuellen Museologie erschließen wird, eine größere Außenwirkung erzielt und nicht zuletzt zukunftsfähige Strukturen zu entwickeln vermag“.

Zentrale Aufgabe in Deutschland

Das Westpreußische Landesmuseum, das vor allem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Stadt Warendorf gefördert wird, ist die zentrale Einrichtung in Deutschland, die sich auf der Grundlage des Paragraphen 96 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) der Sammlung, Bewahrung, Erforschung, Dokumentation, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der historischen Provinz Westpreußen widmet. 

Hyss bereits im April ausgeschieden

Die Leitung des Hauses hatte bis zum April dieses Jahres für mehr als 20 Jahre in den Händen von Dr. Lothar Hyss gelegen.

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