Wirtschaft für Warendorf: Steuererhöhungen wären Gift


„Wirtschaft für Warendorf“ weist darauf hin, dass hohe Gewerbesteuereinnahmen nicht Verdienst der Politik, sondern der Unternehmen seien.

Heiner Kamp, Geschäftsführer des Vereins „Wirtschaft für Warendorf“ weist darauf hin, dass die sprudelnde Gewerbesteuer darauf zurückzuführen sei dass die Unternehmen gut aufgestellt seien.

Warendorf (gl) - In der jüngsten Ratssitzung hatte der Kämmerer der Stadt Warendorf, Dr. Martin Thormann, für das Haushaltsjahr 2021 ein Plus von sechs Millionen Euro verkündet, was zum großen Teil auch unerwartet hohen Gewerbesteuereinnahmen zu verdanken sei. Dazu erklärt Heiner Kamp, Geschäftsführer des Vereins „Wirtschaft für Warendorf“ (Wiwa), dass weite Teile der Warendorfer Wirtschaft in den Corona-Krisenjahren „offensichtlich sehr robust“ aufgestellt gewesen seien. 

Optimismus, Willenskraft. Weitsicht

Mit Optimismus, Willenskraft und Weitsicht habe „man in rauer See relativ gut Kurs halten können“ und mit motivierten Mitarbeitern zu diesem guten Ergebnis beigetragen. Jetzt heiße es aber, die Rahmenbedingungen mindestens zu halten, wenn nicht zu verbessern“. Steuererhöhungen wären „Gift für unsere Wirtschaft“. 

Angesichts aktueller Krisen und des Ukraine-Kriegs sei noch ist nicht genau erkennbar, wie sich Inflation, hohe Energiekosten und Störungen in den Lieferketten auf die Geschäftstätigkeit der heimischen Unternehmen auswirken werden. Politik und Verwaltung seien daher „mehr denn je gefordert, möglichst alle (Un-)Wägbarkeiten bei ihrer strategischen Finanzplanung mit ins Kalkül zu nehmen“, um das Geschäftsklima zu optimieren.

Kitaplätze Investition in Zukunft

Dazu gehörten Gewerbe- und Baulandflächenentwicklung, keine Steuer- und Abgabenerhöhungen und auch eine zügige Bereitstellung von wohnortnahen Kitaplätzen. Kamp: „Jeder Euro, der jetzt nicht in die Betreuung und Förderung unserer Kinder investiert wird, muss später doppelt ausgegeben werden.“ Es gelte, „auf noch bessere Rahmenbedingungen sowie mutige und weitsichtige Entscheidungen“ zu setzen. Dann werde sich die Wirtschaft „weiterhin robust zeigen und zur positiven Entwicklung von Warendorf beitragen“.

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