Zwei weitere Kitagruppen in Hoetmar erforderlich


Hoetmar (rik) - In Hoetmar werden die Kindergartenplätze knapp. Zwei zusätzliche Gruppen müssen im nächsten Jahr eingerichtet werden.

Wird die Kita St. Lambertus in Hoetmar um zwei Gruppen erweitert oder gibt es einen neuen Träger? Fest steht, dass dringend mehr Kindergartenplätze gebraucht werden. Foto: Kleigrewe

Bereits jetzt könne der Betreuungsbedarf im Golddorf nur gerade so abgedeckt werden, erklärte Sachgebietsleiter Udo Gohl in der Sitzung des Bezirksausschusses Freckenhorst/Hoetmar. „Es funktioniert, aber es steht Spitz auf Knopf. Wir sind in Hoetmar grenzwertig unterwegs“, räumte er freimütig ein. Dass es keine größeren Probleme gebe, sei vor allem der Spielgruppe Pusteblume zu verdanken, die den Bedarf im Bereich der unter Dreijährigen abpuffere. 

Neues Baugebiet bringt mehr Bedarf

Doch bereits im kommenden Jahr und dann auch in den folgenden Jahren werde das derzeit vorhandene Angebot an Kindergartenplätzen nicht mehr ausreichen, betonte Gohl. Das liege zum einen daran, dass die Kinder immer früher angemeldet würden, zum anderen an der Baugebietsentwicklung. Nach Rücksprache mit der Bauverwaltung sei in Hoetmar in den nächsten Jahren mit 69 zusätzlichen Wohneinheiten zu rechnen. Das bedeute, dass auch rund 21 zusätzliche Kindergartenkinder zu erwarten seien. 

Schon 2022/23 fehlen 31 Plätze

Nach derzeitigen Prognosen würden – ohne die Angebot von Tagespflege und Spielgruppe zu berücksichtigen – bereits im Kindergartenjahr 2022/23 31 Betreuungsplätze fehlen. Bis zum Kindergartenjahr 2025/26 wären es sogar schon 43. „Um diesen Bedarf zu decken, brauchen wir in Hoetmar zwei zusätzliche Gruppen“, machte Udo Gohl deutlich.

Zusatzgruppen für Lambertus-Kita?

Um diese zwei zusätzlichen Kindergartengruppen zu schaffen, gebe es zwei Optionen, über deren mögliche Realisierung aber noch keine konkreten Gespräche geführt worden seien, erläuterte der Erste Beigeordnete Dr. Martin Thormann. Zum einen könnte der bestehende St.-Lambertus-Kindergarten, der sich in kirchlicher Trägerschaft befindet, zwei weitere Gruppen bekommen. Da am derzeitigen Standort keine räumlichen Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden seien, müsse es eine Dependencelösung geben. 

Aufteilung auf zwei Standorte

In Frage komme dafür das Gelände zwischen Kita und Grundschule. In diesem Fall könne dann auch über eine kooperative Nutzung von Kita und Schule – ähnlich wie es bereits in Einen praktiziert werde – nachgedacht werden. Vorteil dieser Lösung sei, dass das Kindergartenangebot in einer Hand bleibe und kein Einrichtungswechsel der Kinder notwendig werde. Nachteilig könnten die Größe der dann siebengruppigen Einrichtung und die Aufteilung auf zwei Standorte sein. 

Neuer Träger zweite Option

Die zweite Option sei ein neuer Kindergarten mit einem anderen Träger, so Dr. Thormann. Dies würde die Trägervielfalt erhöhen, es sei dann aber auch ein Auswahlverfahren notwendig. Außerdem sei es schwer, einen Träger für nur zwei Gruppen zu finden. Deshalb müsse geprüft werden, ob die Kirchengemeinde als Träger des Lambertus-Kindergartens bereit sei, eine Gruppe abzugeben – selbstverständlich ohne dass ihr dadurch Nachteile entstehen würden. Zudem solle auch die Spielgruppe Pusteblume erhalten bleiben, betonte Dr. Thormann.

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