25 Millionen Euro für Stalag-Gedenkstätte



Schloß Holte-Stukenbrock (dpa) - Der Aufbau einer national bedeutenden Gedenkstätte auf dem Areal des früheren Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 wird vom Bund mit rund 25 Millionen Euro unterstützt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Mittel am Donnerstag bereitgestellt.

Um am Ort des früheren Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock eine Gedenkstätte einrichten zu können, sind 50 Millionen Euro erforderlich. Der Bund hat jetzt Mittel in Höhe von 25 Millionen Euro zugesagt. Das Bild zeigt das ehemalige Arrestgebäude des Lagers, das heute als Dokumentationszentrum dient.

Das teilten die ostwestfälischen Bundestagsabgeordneten Achim Post (SPD, Minden-Lübbecke) und Wiebke Esdar (SPD, Bielefeld) mit. „Der Ort ist eine Ermahnung, immer wieder den Frieden anzustreben, immer wieder neu die Versöhnung zu suchen“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

75 Jahre nach der Befreiung des Lagers in Schloß Holte-Stukenbrock hatten Vertreter des Landes Anfang Oktober der zahlreichen Opfer gedacht. Laschet und Landtagspräsident André Kuper (beide CDU) erinnerten vor rund 100 Gästen an das Leid der rund 300.000 meist sowjetischen Kriegsgefangenen, die von 1941 bis 1945 in dem Lager am Rande des Teutoburger Waldes festgehalten wurden. Rund 65.000 von ihnen sollen dort ums Leben gekommen sein.

US-Soldaten hatten das Lager am 2. April 1945 befreit. Es war eines der größten Lager auf dem Gebiet des Deutschen Reiches. Einem Medienbericht zufolge kostet die seit Jahren geplante Gedenkstätte 50 Millionen Euro. Die Hoffnung sei groß, dass das Land nun die andere Hälfte des Geldes zuschießt, hieß es.

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