350 Apfelsorten im lebendigen Obstmuseum



Bielefeld (ame). Die landesweit wohl größte Sammlung von Apfelsorten steht in Bielefeld. Das Interesse des Obst-Experten Hans-Joachim Bannier gilt vor allem den alten Sorten. Denn die erweisen sich  bei weitgehendem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel als gesundheitlich viel robuster.

Hans-Joachim Bannier hat die landesweit wohl größte Apfelsortensammlung in Nordrhein-Westfalen

Das lebendige Obstbaummuseum von Hans-Joachim Bannier beherbergt am Hang des Teutoburger Waldes auf zwei Hektar Fläche 350 Sorten hat der Bielefelder im Angebot.

Ein Museum stellt man sich anders vor: Das Reich von Hans-Joachim Bannier am Hang des Teutoburger Waldes bei Bielefeld sieht auf den ersten Blick aus wie ein ganz normaler, wenn auch großer Obstgarten. Kleine Schildchen vor den Bäumen deuten mit wohlklingenden Namen an, dass es sich um etwas Besonderes handelt. Das zwei Hektar große Areal beherbergt mit 350 verschiedenen Exemplaren die landesweit wohl größte Sammlung von Apfelsorten. Und des sind „viele alte Schätzchen“ darunter.

Ein Rundgang mit Hans-Joachim Bannier durch dessen „Obst-Arboretum Olderdissen“, in dem  zusätzlich auch 70 Kirschsorten, 40 Pflaumensorten sowie Aprikosen- und Pfirsichbäumchen Früchte tragen, wird zur Lehrstunde. „Früher gab es eine ungeheure Vielfalt von Sorten, die teilweise nur regional verbreitet waren“, erklärt der 55-Jährige. Der „Schöne aus Wiedenbrück“ und der „Ravensberger“, das „Paderborner Seidenhemdchen“ und der Rote Münsterländer sind Beispiele dafür.

Dazu gibt es Besonderheiten wie die „Goldparmäne“ oder „Prinz Albrecht von Preußen“, die sogar für Apfel-Allergiker verträglich sind. Ausführlicher Bericht in der Samstag-Ausgabe der „Glocke“.

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