350 Helfer an Reinigungsaktion beteiligt



Ahlen (yalo) - Sie sprießen aus der Erde als seien sie Schneeglöckchen, die sich auf der Suche nach den ersten Sonnenstrahlen des Vorfrühlings zum Himmel recken. Doch ihre Existenz ist alles andere als von der Natur bestimmt, ihr Aussehen vielen Menschen ein Dorn im Auge.

Die Sitzplätze auf der Tribüne des Lindensportplatzes in Ahlen schrubbten Andre Mehring (links) und Eugen Sinner (rechts).

Abfälle, leichtsinnig von Bürgern in der Natur hinterlassen, prägen an vielen Stellen das Erscheinungsbild in Ahlen. Das haben rund 25 Vereine und Interessengemeinschaften am Samstag zum Anlass genommen, der Verschmutzung ihres Heimatorts Abhilfe zu verschaffen. „Ahlen putz(t) munter“ hieß die Aufforderung, der mehr als 350 Helfer nachkamen.

Mitglieder des Schiffsmodellclubs Ahlen widmeten sich dem unmittelbarem Umfeld des Langstteichs. Die Ausbeute ihrer Mülljagd: Plastiktüten, Flaschen, Feuerzeuge und sogar halbvolle Behältnisse mit Arzneimitteln. Besonderes Unverständnis zeigte Oliver Neuperger für das wahllose Entsorgen von Kottüten. „Da sammeln die Leute die Hinterlassenschaften ihrer Hunde schon ein, werfen sie dann aber verpackt in Tüten doch wieder in die Sträucher.“

Ein weiteres Problem sieht der Modellliebhaber in Wildanglern. „Wir haben sogar Haken, Schnüre und leere Wurmdosen gefunden“, berichtete Neuperger weiter. Bis zum Mittag füllten die Vereinsmitglieder ihre Müllsäcke, um beste Voraussetzungen zum großen Anfahren der Modellschiffe im April zu schaffen.

 Der Antrieb für die Sportler des „DJK Vorwärts Ahlen“ hingegen war ein bevorstehendes Spiel am Sonntag. Entlang des Städtischen Gymnasiums, der Werse und des Westfalendamms suchten sie mit Handschuhen und Zangen nach Müll. Auch der Lindensportplatz wurde einer Grundreinigung unterzogen. „Jetzt können wir ja wieder Eintritt nehmen“, scherzte ein Fußballer nach getaner Arbeit.

Alle Teilnehmer der Aktion waren von der Stadt Ahlen zum Mittagessen mit Erbsensuppe in die Hauptwache der Feuerwehr eingeladen.

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