4:1 - FSV dominiert Wolfsburg II


Rheda-Wiedenbrück (rol) - Den Zweitliga-Fußballerinnen des FSV Gütersloh ist in der Englischen Woche der zweite Streich gelungen. Nach dem 3:0 in Mönchengladbach ließ die Elf von Trainer Steffen Enge  einen 4:1 (1:0)-Sieg gegen den VfL Wolfsburg II folgen und stürmte an die Tabellenspitze. 

Nina Marie Zimmer (unten) und ihre FSV-Mitspielerinnen überzeugten in kämpferischer Hinsicht und zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Foto: Rollié

„Das war total verdient“, sagte Enge nach der Partie. „Wir haben Mut gehabt, den Gegner unter Druck gesetzt und Wolfsburg immer beschäftigt.“ Vor der Pause musste der Trainer nur einmal tief durchpusten, als ein Schuss der Wölfin Rita Schumacher (44. Minute) von der Latte zurück ins Feld sprang. 

Gelb-Rot für Melanie Schuster

Die Gütersloherinnen machten es besser und erzielten ihre Tore in goldrichtigen Momenten. Annalena Rieke (36.) machte den Anfang, nachdem ihr Team zuvor einige gute Möglichkeiten liegengelassen hatte. Das 2:0 erneut durch Rieke (56.) war Ausdruck der noch deutlicheren Überlegenheit der Ostwestfälinnen in der zweiten Hälfte. Kurz darauf gab es jedoch einen Schreckmoment für den FSV, als Melanie Schuster nach gut einer Stunde (61.) im Anschluss an ein Foul Gelb-Rot sah. Sie war zuvor in der 50. Minute ebenfalls nach einem unsauberen Zweikampf erstmals verwarnt worden. 

Nur wenige Sekunden nach dem Feldverweis machte es Wolfsburg zumindest mit Blick auf das Resultat wieder spannend. Natasha Kowalski drosch einen Freistoß aus 25 Metern ins kurze Ecke und verkürzte auf 2:1. „Aber auch danach haben wir weiter Fußball gespielt“, freute sich Steffen Enge, dessen Mannschaft sich durch den Anschlusstreffer nicht aus dem Konzept bringen ließ. Ganz im Gegenteil. Celina Baum stellte den alten Abstand in der 66. Minute wieder her. Sie erlief einen langen Ball und überwand die herausstürzende Gästekeeperin Melanie Wagner mit einem wunderschönen Heber. 

Selbst unnötig Spannung erzeugt

„Vorher hatten wir es durch die Gelb-Rote Karte selbst spannend gemacht. Daher war dieses Tor natürlich unheimlich wichtig“, betonte Steffen Enge mit gutem Grund. Ab diesem Zeitpunkt gab es keinen Zweifel mehr, wer das Spielfeld als Sieger verlassen wird. In der Schlussphase setzte der mannschaftlich sehr geschlossene FSV noch einen drauf. Die extrem laufstarke Marina Hermes krönte ihren hervorragenden Auftritt mit dem Tor zum 4:1-Endstand. Ihr Distanzschuss segelte über die VfL-Schlussfrau hinweg ins linke Eck.

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