795 Starter schwimmen 2628 Kilometer



Gütersloh (gl) - Die 12. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens war eine der Rekorde. Das hatte seine Ursache in der rekordverdächtigen Hitze. Weil die Temperaturanzeige im Nordbad tagsüber mehr als 40 Grad anzeigte und nachts hohe 20er-Werte aufwies, zog es die Gütersloher in Scharen ins Wasser.

Am Ende zählte Peter Offers, Vorsitzender des ausrichtenden Gütersloher Schwimmvereins, 795 Teilnehmer – eine klare Steigerung gegenüber der Rekordmarke von 665 aus dem Vorjahr. Die geschwommenen Kilometer summierten sich auf 2628, das macht im Schnitt stolze 3,3 Kilometer pro Starter.

Die hungrigsten Kilometerfresser kamen aus den eigenen Reihen. Bei den Frauen stellte Lisa Offers, die Tochter des GSV-Vorsitzenden, mit 42,5 Kilometern eine neue Bestmarke auf. Ihr Freund Nick Zippert (ebenfalls 17 Jahre alt) schwamm mit 48 Kilometern mehr als jeder andere Teilnehmer. „Ich hatte ihr erst abgeraten, so viel zu schwimmen, Aber Lisa hat sich das sehr gut eingeteilt und war am Sonntag noch recht fit. Da sah Nick gezeichneter aus“, berichtete Peter Offers. Zweitbeste Frau war die erst 15-jährige Lena Mundus (22,3 km), zweitbester Mann war Peter Hartelmeier (32,1 km).

Proppevoll auf den acht Bahnen war es in den ersten Stunden nach dem Start am Samstag um 14 Uhr, aber auch nach Einbruch der Dunkelheit. Da mussten pro Bahn zwei Helfer die absolvierten Meter zählen. Insgesamt hatte der GSV 90 Helfer verpflichtet.

Viele Gruppen organisierten sich in bemerkenswerter Eigeninitiative selbst. So hatten Katrin Scheibe, Agnes Beckmann und Martina Köhler zwölf Mitstreiterinnen für die Staffel „Frauen 50plus“ gefunden, von der immer eine Frau im Wasser war. So kamen 89,6 km zusammen.

Auch der Schachverein (eine Stunde Schwimmen, eine Stunde Blitzschach) und der CVJM (Sponsorenschwimmen) hatten sich was ausgedacht. Bei den Stundenstaffeln lagen die 30 Starter von Aquarius Löhne mit 5225 Metern vor dem GSV (4800 m) vorn.

Bei den Firmen- und Freizeitstaffeln schaffte der Förderverein Rheda 4425 Meter vor Cor Rheda (4000 m). Als es nachts gegen halb zwei Uhr blitzte und donnerte, wurde das Becken geräumt. Nach 15 Minuten war das Gewitter vorübergezogen.

 Goldmedaillen für 3000 Meter wurden 376 verteilt, dazu 131 Silbermedaillen für 1500 m. Die ab 500 m ausgegebene Bronzemedaille schafften 77 Starter. Ein dickes Dankeschön richtete Offers an die Stadtwerke und die Schwimmmeister, denn auch im regulären Badebetrieb waren die übrigen Nordbadbecken diesmal pickepackevoll.

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