Ahlener Gemeinde „bestaufgestelltes Team“


Ahlen - Mehr als nur gut aufgestellt zeigt sich das Umweltteam der Evangelischen Kirchengemeinde. Die Zertifizierung „Grüner Hahn“ soll dementsprechend fortgesetzt werden. In den vergangenen Jahren wurde schon richtig viel bewirkt.

Manfred Röttjes, Horst Schulte, Pfarrerin Martina Grebe und Ulrich Schulte (v.l.) vom Umweltteam „Grüner Hahn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen stellten den Jahresbericht vor.

Ziele gesetzt, Ziele weit übertroffen: So fällt die Bilanz des Umweltteams „Grüner Hahn“ der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen aus. Die Verbrauchsentwicklung in der Gemeinde konnte in den vergangenen Jahren auf allen Ebenen gesenkt und so der Umwelt- und Klimaschutz vorangetrieben werden.

Das Umweltteam hat am Mittwochnachmittag in der Christuskirche seinen Jahresbericht für 2020 vorgestellt, der auch die Entwicklung seit dem Jahr 2017 umreißt. Die Kirchengemeinde ist 2018 mit dem „Grünen Hahn“ der der Evangelischen Kirche Westfalen zertifiziert worden, was für vier Jahre gilt. „Das Presbyterium hat bereits beschlossen, den Zertifizierungsprozess weiter fortzusetzen“, erklärte die Umweltbeauftragte Pfarrerin Martina Grebe. Damit gilt der aktuelle dritte Jahresbericht als Grundlage für den Rezertifizierungsprozess, weil er den Abschlussbericht für den ersten Zertifizierungszeitraum bildet.

Auf Basis der Zahlen von 2016 war das Ziel, Energie und Strom bis 2022 um 15 Prozent zu senken. Schon 2019 beliefen sich die Einsparungen auf 18,5 Prozent, aktuell liegen sie sogar bei 54 Prozent. Die Wärmeenergie konnte seit 2017 bei einem Ziel von 17 Prozent um 44 Prozent gesenkt werden. Aus Sicht des Teams sind das sehr gute Zahlen, auch wenn berücksichtigt werden muss, dass mit dem Coronajahr 2020 weniger Veranstaltungen und damit deutlich weniger Energie verbraucht wurde.

Zudem zeigten sich Effekte aus der Sanierung der Christuskirche. „Umweltschutz kostet nicht nur, sondern spart auch Geld“, bilanzierte Martina Grebe. Das wird strengstens kontrolliert, jeweils zum Monatsende erfolgt eine Kontrolle aller Energieverbräuche. „Damit nichts aus dem Ruder läuft“, erklärte Teammitglied Ulrich Schulte.

Hinzu kommt, dass 2020 mit den Photovoltaikdächern 26 186 Kilowattstunden Strom erzeugt, aber nur circa 11 000 verbraucht wurden. Auch der Wasserverbrauch konnte gesenkt werden, weitere Optimierungen sollen noch wassersparende Systeme im Sanitärbereich bringen.

Indirekte Optimierungen haben den Umweltschutz in der Gemeinde vorangetrieben. Digitalisierung über das Organisationssystem „Kiwi“ hat den Papierverbrauch gesenkt, Zoom-Meetings haben CO bei Fahrten gespart. Zudem wurde ein Bienengarten angelegt, ein Blumenbeet für Insekten soll noch folgen. Das Umweltteam unterstützt auch das Ahlener Bündnis „PlastikFrei“ und die Teilnahme am Stadtradeln gehört inzwischen zur Tradition.

Die Verbreitung des Umweltschutzgedankens hat sich das Team ebenfalls auf die Fahne geschrieben. Jüngst wurde es von Hans-Jürgen Hörner, Projektleiter „Grüner Hahn“ der Evangelischen Landeskirche Westfalen, als bestaufgestelltes Team in der Landeskirche gewürdigt.

„Die Schonung der Umwelt heißt auch gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu übernehmen“, umriss Ulrich Schulte abschließend die Motivation des Teams und der ganzen Gemeinde. Der Jahresbericht kann auch auf der Homepage unter www.evkircheahlen.de/ueber-uns/gruener-hahn/ nachgelesen werden.

von Ralf Steinhorst

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