Anastacia rockt „Warendorf live“



Warendorf (pw) - Nur eine kleine Viertelstunde ließ der Star seine Fans warten. Aber dann legte „Anastacia“ los. Um 21.15 Uhr am Sonntagabend im Freibad ging die Post ab. Die nur 1,57 Meter große US-Sängerin zeigte sofort starke Bühnenpräsenz und stieg mit großen Hits in das Konzert ein.

Anastacia stand 110 Minuten auf der Bühne und lieferte bei „Warendorf live“ im Freibad eine große Show.

Rund 3100 Besucher hatten sich auf der großen Liegewiese im Emsseepark eingefunden und feierten ihren Star, der mit starker souligen Stimme überzeugte und neben neuen Liedern auch ihre Welthits aus den vergangenen fast 20 Jahren auf der Setlist hatte.

Auch sonst stimmte alles bei diesem dritten Konzert in der Reihe „Warendorf live“. Die Macher im Hintergrund zeigten sich hochzufrieden mit der Resonanz. Veranstalter Markus Vedder (Vedder Premiumevent) freute sich über den Verkauf von 3100 Karten, wobei vergleichsweise wenige Resttickets an der Abendkasse über den Tresen gingen. Auch für Thomas Engels, der mit seiner Kölner Konzertagentur „Livezeiten“ für viele Events in Warendorf wie die Tribute-Konzerte der „Pferdenacht“ die Kontakte zu den Künstlern herstellt, ist die Zusammenarbeit mit Vedder bei „Warendorf live“ eine Bank.

Vedder, der Gastronom aus Westkirchen, weiß, wie man die Rahmenbedingungen für ein solches Musikfestival gestaltet. Nicht nur die Versorgung mit Speisen und Getränken auf dem Gelände ist bei ihm in bewährten und professionellen Händen. Zudem stehen die Initiatoren und Organisatoren vor Ort dafür, den Künstlern und ihren Crews ein angenehmes Ambiente zu bieten.

„Warendorf live“ immer professioneller

Und auch für die Zuschauer waren die Bedingungen noch besser als bei den beiden ersten „Warendorf live“-Konzerten mit Christina Stürmer (2015) und Nena (2016). „Wir lernen mit jedem Konzert dazu, und das hilft uns auch bei der Planung künftiger Events“, sagt Vedder. Somit dürfte auch das nächste „Warendorf live“ im kommenden Jahr gesichert sein. Mit wem? Da halten sich der Veranstalter und sein Agent noch bedeckt. „Manchmal muss man spontan zugreifen, um so einen Star wie Anastacia zu bekommen“, weiß Vedder. Und da nimmt man auch einen Termin in den Ferien mal in Kauf. Engels ist sicher, dass bei einem Termin außerhalb der Ferien noch mehr Fans gekommen wären.

Völlig entspannt konnten die Verantwortlichen gestern abend mit Blick auf die Wettersituation bleiben. Es war ein schöner Sommerabend, und der professionelle Gewitterwarner, der im Schwimmmeisterhäuschen das Radar beobachtete, brauchte keinen Alarm zu geben.

Neben den zahlenden Besuchern auf dem Festivalgelände ließen sich zahlreiche Zaungäste außerhalb des umzäunten Bereichs im Emsseepark zumindest das Hörerlebnis nicht entgehen. „Kiebitze“ an den Zäunen hatten bereits tagsüber versucht, einen Blick in den hermetisch abgeschirmten Backstagebereich zu erhaschen.

Backstagebereich am Emsseeufer

In der Nacht zu Sontag waren Anastacia und ihr Tross von einem Konzert in Hamburg von der Alster an die Ems gekommen und um 5.10 Uhr eingetroffen.  Der Tourbus „Nightliner“parkte im Uferbereich zwischen Freibad und Emssee. Um Ruhe zu haben, checkte Anastacia gleichwohl kurzfristig in einem Warendorfer Hotel ein. Nachmittags genossen Sängerin und Musiker aus dem Backstagebereich bei sonnigem Wetter einen herrlichen Blick aufs Wasser und ins Grüne.

Die Konzertbesucher mussten aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen zeitweise lange an den Eingangskontrollen anstehen. Doch das geduldige Warten lohnte sich: Schon die Vorgruppen, die „Tommy-Schneller-Band“ und die „Backbeats“, heizten die Stimmung an, ehe mit leichter Verspätung der Top-Act des Abends kam.

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