Andreas Engelhardt wird neuer Schüco-Chef



Bielefeld (be) - Der Bielefelder Bauzulieferer Schüco wird ab 1. Oktober wieder vom Stammsitz aus geleitet. Andreas Engelhardt (52) übernimmt den Vorsitz der Geschäftsleitung, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.Anfang Juni des Jahres war der langjährige Schüco-Chef Dirk U. Hindrichs entlassen worden.

Der Schüco-Mutterkonzern Otto Fuchs KG (Meinerzhagen) hatte Hindrichs überraschend durch Hinrich Mählmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Fuchs KG, ersetzt. Mählmann führte Schüco aus der Ferne, reiste einmal in der Woche aus dem Sauerland an, um sich um Schüco zu kümmern.

Engelhardt setzt Restrukturierung fort

Engelhardt wird die Restrukturierung der angeschlagenen Schüco-Solarsparte fortsetzen. In diesem Bereich sind die Umsätze eingebrochen, Verluste in dreistelliger Millionenhöhe belasteten das Ergebnis des Bielefelder Unternehmens. Hintergrund ist der weltweite Preisverfall für Solarmodule.

Standorte werden geschlossen

Schüco hatte bereits im Sommer den Abbau von 475 Arbeitsplätzen und die Schließung von drei der zehn Standorte in Deutschland angekündigt. Bis Ende des Jahres zieht sich Schüco komplett aus der Fertigung von Dünnschichtmodulen zurück und schließt die Standorte Osterweddingen, Großröhrsdorf sowie die Abteilung Forschung und Entwicklung in Bielefeld.

Engelhardt verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung, 25 Jahre davon in Führungsverantwortung. Der 52-Jährige ist seit sieben Jahren Vorsitzender der Geschäftsführung beim Druckknopfhersteller Prym – ein Unternehmen mit 5000 Mitarbeitern.

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